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Ihr Ziel: Die Mehrheit im Stadtrat. Die Erdinger CSU hat ihre Liste für die Kommunalwahl aufgestellt. Angeführt wird sie von OB Max Gotz (vorne, 4. v. r.). Verzichten muss er ab sofort auf das politische Urgestein Jakob Mittermeier (vorne, 3. v. r.). Der Fraktionschef tritt nicht mehr an. Die Wahl leitete CSU-Kreischef Martin Bayerstorfer (3. v. r.). 

CSU stellt Stadtratsliste auf – Fünf Frauen unter 40 Kandidaten – Selbstbewusste Bilanz

„Wir wollen weiter die stärkste Gruppe sein“

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Die CSU sieht sich im Stadtrat als die einzige gestaltende Kraft in Erding – mit 17 Stadträten. Das will sie auch nach dem 15. März 2020 bleiben. Am Donnerstag wurde in einem fünfstündigen Rede- und Wahlmarathon die 40-köpfige Stadtratsliste für die Kommunalwahl aufgestellt.

Erding -  Drei prägende Gesichter fehlen: Fraktionschef Jakob Mittermeier, Ex-Kreisbäuerin Elisabeth Mayr und der frühere Berufsschulleiter Josef Biller treten nicht mehr an (siehe Bericht unten).

Besonders stolz war Ortsvorsitzender und Oberbürgermeister Max Gotz über das basisdemokratische Wahlverfahren. Mit Ausnahme des bereits im Juli mit 100 Prozent nominierten Gotz – es ist seine fünfte Kandidatur – und den Vorstandsmitgliedern Ludwig Kirmair, Janine Krzizok und Stephan Stanglmaier, die im Block abgestimmt wurden, hatte jeder Kandidat bei den 80 Wahlberechtigten die gleichen Chancen. Reservierte Listenplätze gab es nicht. „Wir nominieren absolut demokratisch“, sagte Gotz und nahm dabei in Kauf, dass unter den 40 Bewerbern nur fünf Frauen sind. Immerhin: Krzizok, Stefanie Hagl und Monika Pieczonka haben die aussichtsreichen Listenplätze drei, zehn und elf.

Gotz schwört Mitglieder auf den Wahlkampf ein

Gotz schwor die Partei sichtlich selbstbewusst auf den Wahlkampf ein, den die CSU von einer Top-Position aus starte. „Es liegen starke sechs Jahre Stadtratsarbeit hinter uns. Die Bürger wissen: Wir können’s, wir sind verlässliche Partner.“ Die Rathaus-Fraktion habe „mit Bürgern und Vereinen, also allen, die sich in Erding einbringen wollen, einen großen Pakt geschlossen“. Die CSU sei die wichtige gestalterische, Impulse gebende Partei, „die zwar intensiv diskutiert, dann aber auch Entscheidungen herbeiführt“. Genau das erwarteten die Bürger. „Zauderer haben wir nicht in unseren Reihen.“

Die Fraktion habe das CSU-Programm von 2014 komplett umgesetzt – zuletzt mit dem Bau einer Dreifachturnhalle in den Geislinger Ängern.

Bilanz über vieles Erreichte

Einige wichtige Entscheidungen in der zu Ende gehenden Wahlperiode hob Gotz hervor. So gebe es für jedes Kind einen Betreuungsplatz. Die Feuerwehren seien top ausgestattet, die neuen Wachen in Erding und Altenerding einschließlich Standorten auf dem Weg. „Wir haben auch das Freizeitangebot deutlich verbessert“, so Gotz in Anspielung auf neue und sanierte Spielplätze, den Kronthaler Weiher und das in Modernisierung befindliche Eisstadion.

Nahezu alle Schulen in Trägerschaft der Stadt seien seit Gotz’ Amtsantritt 2008 erneuert oder grundsaniert worden. Mit der Grundstücksbevorratung habe die CSU die Weichen für künftige Aufgaben gestellt. Auch bei den wichtigen Infrastrukturprojekten wie B 388-Südostumfahrung, Nordumgehung und Ringschluss „haben wir unsere Hausaufgaben gemacht“, freute sich Gotz. In keiner Region rund um München seien zuletzt so viele Wohnungen fertiggestellt worden wie in Erding.

CSU verzeichnet steigende Mitgliederzahlen

Der OB triumphierte, dass es der Erdinger CSU gelungen sei, die Mitgliederzahlen zu steigern, darunter viele Junge. Sein Credo: „Wir wollen weiter die stärkste Gruppe im Stadtrat sein.“

Die 43 Kandidaten stellten sich vor der Sammelabstimmung auf einer Liste kurz vor, sie kommen aus allen Erdinger Stadtteilen. Vier Stichwahlen wegen Stimmengleichheit waren erforderlich. Die Wahl leitete CSU-Kreisvorsitzender und Landrat Martin Bayerstorfer.

Das sind die Kandidaten

Die Kandidaten in der numerischen Reihenfolge mit ihren Stimmergebnissen. OB Max Gotz (bereits im Juli nominiert), Ludwig Kirmair, Janine Krzizok, Stephan Stanglmaier (alle als Vorstand im Block gewählt), Günther Adelsberger (72), Burkhard Köppen (69), Walter Rauscher (68), Thomas Schreder (64), Thomas Bauer (61), Stefanie Hagl (59), Monika Pieczonka (57), Rudolf Waxenberger (55), Hermann Schießl (54), Klaus Stanzel-Deffner (54), Hubert Sandtner (53), Willi Vogl (53), Alois Flötzinger (50), Dominic Hagl (45), Josef Kaiser (45), Herbert Lindmayer (45), Florian Leitner (43), Alexander Attensberger (42), Christian Numberger (40), Maximiliane Bauer (39), Simon Biller (39), Peter Helmprecht (38), Siegfried Ippisch (38), Malgorzata Maidl (38), Peregrin Pfanzelt (35), Boris Blechschmidt (34), Mesut Karadeniz (33), Manfred Voglberger (33), Andreas Wörner (33), Andreas Faltermeier (30), Arnold Kronseder (30), Daniel Gottal (29), Wolfgang Bamberg (27), Tim Alibasic (26), Jochen Schweitzer (24), Valentin Zeiler (24); Ersatzkandidaten: Florian Mösl (21), Klaus Pfaffenberger (19) und Bernd Grabert (14).

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