Burkhard Köppen, CSU-Fraktionsvorsitzender.

CSU-Rathausfraktion legt sich fest

„Abriss des Stadions ist derzeit kein Thema“

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Die CSU-Stadtratsfraktion sieht derzeit keinerlei Veranlassung, über eine Veränderung des städtischen Stadions am Volksfestplatz zu diskutieren.

Erding – Das sagten deren Sprecher Burkhard Köppen und Sportreferentin Janine Krzizok am Sonntag unserer Zeitung. Die Planung eines neuen Gerätehauses für die Feuerwehr Erding an der Anton-Bruckner-Straße habe „keinerlei unmittelbaren Planungsbezug“ zum städtischen TSV-Stadion.

Damit reagiert die Fraktion von OB Max Gotz auf die Berichterstattung unserer Zeitung über die neuen Feuerwehrhäuser und den Protest der Vereine, die um ihr Stadion fürchten. Gotz hatte bestätigt, dass der Fußballplatz mit Tribünen zur Disposition stehen könnte.

„Die entstandene Verunsicherung bei Vereinsfunktionären des TSV Erding und der Erding Bulls über eine anderweitige Verwendung der gesamten Fläche ist völlig unnötig“, betont Köppen. Für das neue Feuerwehrhaus sowie die Landkreis-Katastrophenschutzeinrichtungen begännen heuer erst die konkreten Planungen nach dem aktuellen Stand des Feuerwehrbedarfsplans der Kreisbrandinspektion. Mit einer Fertigstellung rechnet die CSU nicht vor 2023/24.

„Ob nun in vier bis fünf Jahren eine andere Nutzung für die gesamte Stadionfläche politisch gewollt und städteplanerisch erforderlich sein sollte, ist erst dann zu erörtern, wenn dazu konkrete Fakten auf dem Tisch des Stadtrates liegen“, so Köppen. Dann bedürfe es neuer Stadtratsbeschlüsse. Die CSU will auch die Entwicklung der kommunalen Finanzen abwarten. Köppen und Krzizok rechnen aufgrund der Corona-Pandemie mit Steuerausfällen heuer und in den Folgejahren. Das könnte die freiwilligen Leistungen beträchtlich schmälern – und der Sport ist eine solche.

Krzizok stellt klar, dass der dem TSV-Stadion benachbarte neue Gerd-Vogt-Sportpark mit mehreren (Kunst-)Rasenplätzen und Dreifachhalle eine „längst fällige Ergänzung“ für den Schul- und Vereinssport darstelle und nicht eine „Ersatzfunktion für das alte TSV-Stadion“. Ferner sagt sie zu, dass „in absehbarer Zeit“ die beiden bisherigen Trainingsplätze des TSV und der Bulls einer Renovierung unterzogen würden.  ham

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