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Mit 50 000 Euro unterstützt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die Sanierung der Erlöserkirche in Klettham. Bei der Übergabe des symbolischen Fördervertrags (v. l.): Pfa rrer Christoph Keller, Kirchenvorstandsmitglied Karin Kreutzarek, Pfarrerin Andrea Oechslen, Architekt Jörg Rehm, der ehrenamtliche Leiter des Ortskuratoriums München, Axel Hofstadt, Architektenmitarbeiterin Shpresa Cekaj und Sahin Waschma (Bauleitung). 

50 000 Euro dank Lotterie Glücksspirale

Denkmalschutz-Stiftung unterstützt Kletthamer Erlöserkirche

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt die Sanierung der evangelischen Kirche in Klettham.

Klettham – Freude bei der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde in Klettham: Die Renovierung der Erlöserkirche wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt. Für die Instandsetzung der Oberflächen des Sichtmauerwerks im Außen- und Innenraum sowie der Ornamentverglasung stellt die DSD dank der Lotterie Glücksspirale 50 000 Euro zur Verfügung. Den symbolischen Fördervertrag überreichte Architekt Axel Hofstadt, der ehrenamtlicher Leiter des Ortskuratoriums München ist.

„Ich freue mich sehr, dass hier einmal mehr ein Nachkriegsdenkmal gefördert werden kann. Es ist wichtig zu zeigen, dass unter den zahlreichen Denkmalen, die die Stiftung auch in Bayern betreut hat und betreut, immer wieder neuzeitliche Bauten mit hoher Qualität sind,“ sagte Hofstadt.

Denkmal von nationaler Bedeutung

Die Erlöserkirche mit ihrer Holz-Leimkonstruktion war vor einem Jahr zum Denkmal von nationaler Bedeutung erhoben worden. Architekt Hans-Busso von Busse hatte die ungewöhnliche bauliche Idee aus den USA mitgebracht und 1963 in Erding umgesetzt. Das Gotteshaus mit seiner eigenwilligen Brettschichtholz-Konstruktion und zeltartigem Dach steht seit 2001 unter Denkmalschutz. Das und auch Urheberrechte musste der mit der Sanierung beauftragte Architekt Jörg Rehm bei der Planung berücksichtigen. „Es ist spannend, ein solches kulturelles Erbe für die Nachwelt zu erhalten,“ sagt er.

Die Gottesdienste während der Bauzeit finden entweder in der Auferstehungskirche in Altenerding an der Wendelsteinstraße oder in der Christuskirche an der Dr.-Henkel-Straße statt. Der Tag der Wiedereröffnung mit Weihe der Kirche steht auch schon fest: „Es ist der vierte Advent nächsten Jahres beim Vormittagsgottesdienst ab 10 Uhr“, verrät Pfarrerin Andrea Oechslen.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland und setzt sich bundesweit und unabhängig für den Erhalt bedrohter historischer Baudenkmäler aller Arten ein. Rund 400 Projekte fördert die Stiftung jährlich, vor allem dank der Mithilfe und Spenden von über 200 000 Förderern. Hinzu kommen Veranstaltungen und Aktionen.

Peter Bauersachs

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