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Ertränken: Nur so lässt sich die Brandgefahr bei verunfallten Elektroautos bannen.

Feuerwehren müssen erst Erfahrung sammeln – Wirklich sicher ist nur ein tagelanges Tauchbad

E-Autos: Jeder Unfall ist brandgefährlich

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Sie sind, wenn auch langsam, auf dem Vormarsch: Aktuell sind nach Angaben der Zulassungsstelle im Landkreis Erding 363 Elektro- und 1225 Hybridfahrzeuge zugelassen. Je mehr es werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese in Unfälle verwickelt werden. Zuletzt haben brennende E-Autos für Aufsehen gesorgt, weil sie sich nur unter größtem Aufwand löschen ließen.

Erding – Noch mehr Kopfzerbrechen bereiten den Feuerwehren schwer demolierte Elektroautos, bei denen ein Brandrisiko teils erst nach Tagen ausgeschlossen werden kann. Schuld daran sind die Lithium-Ionen-Batterien, von denen bei einer Beschädigung ein enormes Brandpotenzial ausgeht. Derzeit gibt es nur ein wirksames Mittel, um die Gefahr auszuschalten: Ab ins Tauchbad, und das idealerweise mehrere Tage lang.

Bisher nur kleinere Kollisionen

Auch im Landkreis gab es schon (kleinere) Kollisionen mit E-Mobilen, doch den Feuerwehren mangelt es noch an Erfahrung. Dennoch wollen sie gewappnet sein. Kreisbrandrat Willi Vogl sagte unserer Zeitung, dass im Kreishaushalt 2020 Mittel für einen Abrollbehälter eingeplant seien, „den wir so abdichten können, dass man ein Auto dort hineinstellen kann“. Die Folge ist in jedem Fall ein Totalschaden.

Tesla, einer der führenden Hersteller von Elektrofahrzeugen, hat ausgerechnet: Um einen brennenden Tesla zu löschen, braucht es etwa 11 000 Liter Wasser. Ein normales Feuerwehrfahrzeug führt aber deutlich weniger Wasser mit sich. Es muss also nachalarmiert beziehungsweise eine Schlauchstrecke gelegt werden. Vogl weist darauf hin, „dass das Löschen gar nicht so einfach ist, weil die Batterien schwer zugänglich im Fahrzeugboden verbaut sind“.

Schwer beschädigte E-Autos sind besonders riskant 

Für Kreisbrandinspektor Andreas Pröschkowitz sind E-Fahrzeugbrände nur die eine Seite der Medaille. Kniffliger seien schwer beschädigte Unfallwagen. „Wenn die Lithium-Ionen-Akkus beschädigt sind, kann es zu einer Kettenreaktion kommen, die erst viel später in einem Brand mündet“, sagt er. Eine einheitliche Vorgehensweise gebe es noch nicht. „Dazu gibt es momentan noch viele Meinungen.“ Er berichtet von der Empfehlung, Abschleppunternehmer sollten solche Havaristen nicht in einer Halle, sondern im Freien möglichst isoliert abstellen und beobachten. Pröschkowitz hält das für „realitätsfern“, zumal viele Bergungsunternehmen den Platz gar nicht hätten. „In jedem Fall sind es sehr langwierige Einsätze.“

Versenken ist die sicherste Lösung

Pröschkowitz ist überzeugt: „Es ist eine Frage der Zeit, dass es im Landkreis einen solchen Einsatz geben wird.“ Auch er hält das Tauchbad für am effektivsten. Doch von den Becken gibt es noch nicht allzu viele. „Wir würden im Falle des Falles vermutlich die BMW-Werksfeuerwehr um Hilfe bitten“, sagt der Kreisbrandinspektor. Die hätten solche Container als Abklingbecken. BMW unterhält in München und Dingolfing Werksfeuerwehren. Die Berufsfeuerwehr München hält einen solchen Bottich auch nicht vor. „Das Risiko bleibt, bis es eine neue Generation von Lithium-Ionen-Batterien gibt.“

Der ADAC gibt zumindest bei Pannen Entwarnung. Die Systeme würden sich selbst abschalten. An die Hochvolt-Bauteile dürfe man aber nur geschulte Elektriker lassen.

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