Mit Medaillen, Meistertiteln und Mehrkampfsiegen starten die Schwimmer des Landkreises ins neue Jahr.
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Man kennt sich: Franz Herbst (r.) und der als „Hunderetter“ bekannte VOX-Star Ralf Seeger.

Herbst blüht im kalten Wasser auf

Eisschwimmer bei den German Open vorne mit dabei

Mit Medaillen, Meistertiteln und Mehrkampfsiegen starten die Schwimmer des Landkreises ins neue Jahr.

Erding Mit Medaillen, Meistertiteln und Mehrkampfsiegen starten die Schwimmer des Landkreises ins neue Jahr. So auch Eisschwimmer Franz Herbst aus Pemmering, der inzwischen zu den Besten seines Jahrgangs sowohl national als auch international gehört. Bei den German Open in Veitsbronn bei Nürnberg mischte er als einer von mehr als 300 Teilnehmern aus 20 Nationen ganz vorne mit – bei einer Wassertemperatur von rund 3,5 Grad Celsius.

Sein Start am Samstag über die 1000 m Freistil diente Herbst lediglich als Einschwimmen und Testlauf für die Anfang Februar in Bled (Slowenien) stattfindende Weltmeisterschaft. Nach 500 m mit neuer persönlicher Zwischenbestzeit entschied sich Herbst mit Blick auf die noch zu schwimmenden Strecken, den Lauf abzubrechen. Dies sollte sich auszahlen, tags darauf gewann er seine Rennen über 50 m Freistil und 50 m Brust in der Altersklasse 60 souverän.

Dass der Eisschwimm-Hype auch vor der TV-Prominenz nicht Halt macht, zeigte sich an der Teilnahme des als „Hunderetter“ bekannten TV-Stars Ralf Seeger („Helden für Tiere“, VOX), der über die 50 m Bruststrecke im Lauf von Herbst schwamm. Über die 200 m Freistil reichte es für den Schwimmer und Trainer des TSV Erding anschließend mit persönlicher Bestzeit von 3:19,8 Minuten zur Vizemeisterschaft.

Am letzten Wettkampftag ging Herbst dreimal an den Start. Über 50 m Schmetterling und 100 m Brust holte er sich die Titel Nummer drei und vier. Über die 500 m Freistil schwanden dann etwas seine Kräfte, dennoch reichte es noch zu Platz zwei.

Der Rupertus-Thermen-Pokal in Bad Reichenhall gehört für Ausnahmetalent Amelie Zachenhuber inzwischen zum Pflichtprogramm. Ein Grund hierfür ist das sogenannte Australische Finale – ein Rennen, bei dem zunächst sechs Schwimmerinnen über 50 m Freistil an den Start gehen und nach jedem Lauf die jeweils langsamste ausscheidet, bis die schnellsten beiden Athletinnen im fünften und letzten Lauf gegeneinander antreten. Diesen Finallauf konnte Zachenhuber souverän für sich entscheiden und die Siegprämie von 200 Euro ergattern. Weitere 80 Euro schnappte sich die Schwimmerin des SC Prinz Eugen München für den neuen Veranstaltungsrekord über 100 m Lagen. Den alten hatte die 15-Jährige erst im Vorjahr aufgestellt in persönlicher Bestzeit von 1:02,95 Minuten. Um ein Haar hätte sie weitere 200 Euro für die punktbeste Leistung des Tages bekommen.

Auch die Delphine des TSV Erding haben schon die ersten Wettkampf-Meter im Jahr 2020 hinter sich. Beim Lechtal-Cup in Kaufering trat eine kleine Delegation an. Dabei ragte mit Lena Vidovic (Jahrgang 2009) eine der jüngsten TSV-Schwimmerinnen heraus. Bei ihren zwölf Starts in zwei Wettkampftagen schlug sie ausnahmslos in Bestzeit an. Besonders hervorzuheben sind die Ergebnisse über 50 m Freistil (34,66 sec), 100 m Brust (1:35,82 min) und 50 m Schmetterling (39,08 sec). All ihre Leistungen zusammengenommen führten dazu, dass Vidovic in ihrem Jahrgang die Fünfkampf-Wertung mit deutlichem Vorsprung gewann.

Besonders erfreulich lief der Wettkampf auch für Sander Liebig (2004). Für ihn war der Lechtal-Cup ein super Formtest, um in ein paar Wochen die nächste Qualifikationsmöglichkeit für die deutschen Jahrgangsmeisterschaften nutzen zu können. So schwamm er die 100 m Brust erstmals unter der magischen 1:10-Minuten-Marke (1:09,14). Über 100 m Rücken schlug er in 1:04,15 Minuten an und war somit über drei Sekunden schneller als jemals zuvor. Am Ende mischte auch Liebig in der Fünfkampf-Wertung vorne mit, musste sich allerdings einem Konkurrenten aus Südtirol geschlagen geben.

Dass das Team um die Erdinger Delphine insgesamt im starken Teilnehmerfeld vorne mitspielen konnte, zeigte auch das Ergebnis in der 4 x 50 m Freistilstaffel mixed. Da belegte Liebig zusammen mit Felicitas Ambros (2004), Stephan Rauscher (2003) und Sophia Geyer (2006) den sensationellen dritten Platz bei 26 Teams.

Aleksandra Scharfe

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