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Krank im Bett bleiben müssen derzeit viele Kinder und Jugendliche. Zum Teil fehlen halbe Klassen.

Erkältungswelle an Schulen

Leer gefegte Klassenzimmer

Leere Klassenzimmer und gestrichener Unterricht: Die Erkältungswelle macht vor den deutschen Schulen nicht halt. Wie ist die Lage im Landkreis?

Erding– Leere Klassenzimmer und gestrichener Unterricht: Die Erkältungswelle macht vor den deutschen Schulen nicht halt. Wie ist die Lage im Landkreis?

An der Mädchenrealschule Heilig Blut in Erding geht es aktuell eher stressig zu. Schulleiter Josef Grundner berichtet: „Wir haben die letzten Tage und Wochen jeden Tag so um die 100 Krankmeldungen. Der erste Influenza-Fall war vor circa 14 Tagen.“ Tendenziell seien die Zahlen täglich ein wenig mehr gestiegen.

Ansteckungsgefahr: Lehrverbot für Schwangere

Bei den Lehrern gebe es nicht mehr Krankmeldungen als normal. Einen gewissen Lehrermangel habe die Schule dennoch, da fünf schwangere Kolleginnen aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr zu ihrer eigenen Sicherheit Lehrverbot erhalten hätten. „Die Situation ist nicht gerade optimal, aber wir bekommen es einigermaßen hin“, beschreibt Grundner die Lage. Das meiste könne die Schule mit den eigenen Lehrkräften überbrücken: Vertretungsstunden würden gehalten, oder es entfalle einmal eine sechste Stunde.

Beim Anne-Frank-Gymnasium (AFG) in Erding ist die Lage nicht ganz so dramatisch. Die stellvertretende Schulleiterin Susanna Räde fasst zusammen: „Seit dem 29. Januar ist die Zahl der kranken Schüler immer mehr gestiegen. Wir reden jetzt von ungefähr 100 kranken Mädchen und Buben.“ Die Lehrer des Gymnasiums sind jedoch nicht betroffen, so Räde, weswegen der Alltag normal weiterlaufen könne.

Situation am KAG wieder beruhigt

Am Korbinian-Aigner-Gymnasium hat sich die Lage nach den Worten von Schulleiter Hans-Joachim Fuhrig wieder beruhigt. „Vorige Woche war es dramatisch, zumal wir internationale Gäste hatten und viele Lehrer auch deswegen gebunden waren.“

„Letzte Woche gab es einen Anstieg bei der Zahl der Krankmeldungen, aber nichts Dramatisches. Die meisten haben über Bauchweh und Übelkeit geklagt“, berichtet Annett Taubert, Schulleiterin der Grund- und Mittelschule Forstern. „In der Grundschule waren es ein paar mehr Fälle, aber das ist, denke ich, durchaus normal. Es gibt allerdings überhaupt keinen Grund, hysterisch zu werden“, ergänzt Taubert. Die Krankmeldungen seien sicher auch dem Wetter und der Jahreszeit geschuldet.

„Die Eltern spielen dabei allerdings auch eine Rolle. Die Schüler werden morgens zum Unterricht gebracht und stehen dann nach einer halben Stunde bei uns, weil es ihnen so schlecht geht und sie wieder nach Hause möchten. Es wäre manchmal vermutlich besser, wenn die Eltern ihre Kinder mit offenen Augen betrachten und lieber zu Hause lassen würden“, fügt Taubert kritisch hinzu. Gesundheit gehe immer vor, und der verpasste Lernstoff könne ohne Probleme nachgeholt werden.

Taufkirchener sind gesund

Ganz anders sieht es wiederum an der Staatlichen Realschule Taufkirchen aus: „Wir sind – Gott sei Dank – bisher verschont geblieben. Weder bei den Schülern noch bei den Lehrern können wir eine erhöhte Krankenzahl vermerken“, erzählt Schulleiter Josef Hanslmaier.

Auch in der Grundschule am Ludwig-Simmet-Anger in Erding geht es verhältnismäßig ruhig zu. Schulleiterin Marion Gröbe informiert, dass es kürzlich eine erhöhte Zahl an kranken Schülern gegeben habe. Vor einer Woche seien es alleine in einer Klasse zehn fehlende Schüler gewesen. Mittlerweile habe sich die Lage aber wieder normalisiert.

Franziska Polenz

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