+
Stabübergabe: Steffen Schadt (l.) hört als Lieselotten-Präsident auf, Michael Galler folgt ihm.

Michael Galler löst Steffen Schadt als Präsident ab – Vorbereitungen auf digitale Saison laufen

Verjüngungskur bei den Lieselotten

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
    schließen

Zu Beginn einer Faschingszeit, von der noch niemand sagen kann, ob sie in Zeiten der Corona-Pandemie überhaupt irgendwie gefeiert werden kann, verjüngen die Lieselotten ihre Führungsriege.

Erding – Zehn Jahre lang gehörte Steffen Schadt dem Vorstand der Tanzsportakrobatik (TSA) an, die letzten beiden als Präsident. Dieses Ehrenamt hat der zweifache Familienvater nun an Michael Galler übertragen.

Der 24 Jahre alte Zimmerer ist seit fünf Jahren bei der rein männlichen Showtanzgruppe und hat sich mit Simon Gotz als Stellvertreter bereit erklärt, das neue Präsidium zu bilden. Auch die weiteren Posten wurden mit jungen Leuten besetzt: Kassier Christian Woellert und Schriftführer Valentin Kordick.

„Es war an der Zeit, einen Generationswechsel herbeizuführen“, sagt Schadt, „uns Alte lässt man doch allenfalls noch bei traurigen Anlässen auftreten“, meint er schmunzelnd. Der Zeitpunkt sei auch deswegen günstig, weil die Lieselotten zuletzt starken Zuwachs erhalten hätten. 18 Aktive sind es derzeit, der Verein selbst zählt mehr als 100 Mitglieder.

Die Lieselotten wurden vor 26 Jahren als Untergruppierung der Faschingsgesellschaft Narrhalla gegründet, unter anderem von Detlef Felixberger, Josef Gotz, Jürgen Bieber und Hanno Stanzl-Deffner. „Damals wollte man sich breiter aufstellen“, sagt Schadt – neben den Garden, die vor allem von einer eigenen Abteilung der SpVgg Altenerding kommen.

Bekannt ist die TSA einerseits für ihre beachtlichen Tänze, aber auch ihre humorvollen Auftritte. Hochsaison haben die Lieselotten bei den Bällen der Narrhalla und bei der Narrenschranne am Faschingssonntag. „Wir treten aber auch bei Firmenfesten, Hochzeiten und Geburtstagspartys auf“, sagt Galler. Und genau dieses Feld, das zuletzt fast vollständig brach gelegen habe, wolle man nun wieder stärker beackern.

Deswegen wird der neue Tanz auch schon eifrig einstudiert – unter den Corona-Auflagen mit den bewährten Trainerinnen Vera Krinner und Christine Hagn, die einzigen Frauen in der bunten Truppe. „Wir tun so, als finde der Fasching ganz normal statt“, sagt Schadt, wohlwissend, dass dieser Fall in der am 11. 11. beginnenden Saison höchstwahrscheinlich nicht eintreten wird. Denn große Bälle in der Stadthalle wird es nicht geben.

Dennoch können sich die Lieselotten ein paar Auftritte vorstellen, entweder bei kleineren Feiern, aber eben auch auf Geburtstagen und Hochzeiten. „Wir planen sogar, virtuell vor unser Publikum zu treten“, sagt Schadt – etwa in einem Video auf Facebook.

„Die Garden haben während des Lockdowns im Frühjahr sehr erfolgreich gezeigt, dass das geht“, so der Präsident a. D.. Das sei die Chance der Krise. Auch Galler ist überzeugt: „Ohne digitale Präsenz geht es nicht mehr, schon gar nicht in diesem Fasching.“ Er sieht es als seine Hauptaufgabe an, „dass wir in Stadt und Landkreis wieder präsenter werden“.

Die Lieselotten kann man unter Tel. (01 60) 8 07 81 72 buchen. Ihr Internetauftritt ist unter www.lieselotten.de zu finden.

ham

Auch interessant

Kommentare