Der Stand der Corona-Infektionen im Landkreis Erding am 29. Dezember 2020.
+
Der Stand der Corona-Infektionen im Landkreis Erding am 29. Dezember 2020.

Stand am 29. Dezember 2020

Fünf weitere Corona-Tote im Landkreis Erding

  • Gabi Zierz
    vonGabi Zierz
    schließen
  • Timo Aichele
    schließen

Gemischte Corona-Nachrichten aus dem Landkreis Erding: Die Zahl der Toten steigt auf 38. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt dagegen auf 128,8. Die Impfstofflieferung am Dienstag ist kleiner ausgefallen als erwartet. Das mobile Impfteam hat am Mittwoch seinen ersten Einsatz.

Erding – Das Landratsamt meldet fünf weitere Corona-Tote. Diese seien in der vergangenen Woche verstorben, aber wegen der Weihnachtsfeiertage offenbar zeitverzögert gemeldet worden, so Sprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer. Damit steigt die Zahl der Menschen im Landkreis, die an oder mit Corona gestorben sind, auf 38.

Zudem sind seit Montag 43 Neuinfizierte hinzugekommen, der jüngste ist zwei, der älteste 97 Jahre alt, so Fiebrandt-Kirmeyer. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit auf 4145, die Zahl der Genesenen um 38 auf 3510 Bürger. Aktuell gelten 597 Menschen als infiziert.

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis auf 100 000 Einwohner liegt nach offiziellen Angaben des RKI bei 128,8 und ist damit erneut gesunken (Vortag 178,0). Im Klinikum Erding werden derzeit 21 Covid-19-Patienten behandelt, fünf davon auf der Intensivstation (davon zwei beatmet). Die Führungsgruppe Katastrophenschutz spricht wegen der sinkenden Fallzahlen und der sich entspannenden Lage im Klinikum derzeit von einer überschaubaren Situation. Dennoch könne, insbesondere aufgrund der derzeit hohen Todeszahlen, weiterhin keine Entwarnung gegeben werden.

Der Landkreis Erding betreibt bisher oberbayernweit das einzige stationäre Impfzentrum. 97 Ampullen des Impfstoffs sind am Dienstagvormittag am Zentrum in der Schulturnhalle am Lodererplatz eingetroffen. Je fünf Impfdosen sind enthalten, das bedeutet, dass diese neue Lieferung etwa halb so groß ist wie ursprünglich erwartet. „Wir rechnen jeden Tag neu“, sagt dazu Projektleiter Christian König, der mit weiteren Chargen rechnet. 15 Ampullen davon habe man ans Klinikum abgegeben.

Bis zum 16. Januar seien nun täglich etwa 100 Impftermine festgesetzt. „Das wird aber aufgefüllt“, sagt der Projektleiter, Ziel sind 200 Impfungen pro Tag. Die Termine werden im Fünf-Minuten-Takt vergeben – ausschließlich an zu Impfende der Priorität 1 nach der Verordnung, wie das Landratsamt betont.

Am heutigen Mittwoch nimmt auch das mobile Impfteam die Arbeit auf: erst einmal an zwei Tagen in Folge im Marienstift Dorfen. Am Freitag steht laut König das Pichlmayr Seniorenzentrum in Isen auf dem Plan, weitere Pflegeeinrichtungen folgen.

„Ich verstehe den Unmut“, sagt König über Fälle, in denen Menschen bei der Anmeldung lange in der Warteschleife festhängen oder auf Mail-Antwort warten. Doch das Team tue sein Bestes. Mittlerweile seien drei Mitarbeiter gleichzeitig für die Telefon-Hotline eingeteilt plus einer für die E-Mails. Rund 900 Mails seien aktuell noch zu beantworten, so laut König der Stand am Dienstag gegen 15.30 Uhr. Etwa 1000 Anrufe gingen pro Tag ein.

Die neuen Fälle:

Erding (17), Taufkirchen (4), Bockhorn (3), Finsing (3), Langenpreising (3), St. Wolfgang (2), Walpertskirchen (2), Berglern, Dorfen, Eitting, Fraunberg, Moosinning, Neuching, Wartenberg, Wörth und Flughafen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare