Mitten in Ebersberg: Wohnhaus steht in Flammen - Großeinsatz läuft

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Ran an den Mörtel: Den Grundstein für den Gerd-Vogt-Sportpark legten in den Geislinger Ängern (ab 2. v. l.): Vize-Landrat Jakob Schwimmer, Gerhard Vogt, OB Max Gotz und Stadtbaumeister Sebastian Henrich. Foto: Mayls Majurani

Geislinger Änger: Bomben raus, Zeitkapsel rein

Grundstein für Gerd-Vogt-Sportpark gelegt

Vor nicht einmal zwei Wochen erhielt die im Bau befindliche neue Sportanlage mit Dreifachhalle in den Geislinger Ängern einen offiziellen Namen: Gerd-Vogt-Sportpark, beziehungsweise -Sporthalle. Am Freitag erfolgte nun die Grundsteinlegung. 2020 soll Eröffnung gefeiert werden.

Erding - Die neue Sporthalle und der gesamte Sportpark seien sehr wichtig für die Stadt, betonte Oberbürgermeister Max Gotz. „Die Einwohnerzahl ist heuer überraschenderweise zwar leicht zurückgegangen, aber in Zukunft werden wir mit Sicherheit wieder weiter wachsen.“ Deshalb sei es unumgänglich, der Bevölkerung auch ausreichende Freizeit- und Sportanlagen zur Verfügung zu stellen. „Unsere Stadt braucht diese Sportanlage“, so Gotz weiter.

Der Oberbürgermeister ging auch kurz auf die Chronologie des Sportparks ein: „Erst wollten wir ja in Schollbach bauen“, erinnerte er. „Das war aufgrund der Bodenbeschaffenheit und den damit verbundenen Kosten nicht möglich.“ Also entschied man sich für die Geislinger Änger, wo sich der Bau im Sommer etwas verzögerte, weil im Boden mehrere Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden waren. „Die leichte Verzögerung zeigt aber auch, dass wir sehr gewissenhaft arbeiten“, betonte der OB.

Grundstein liegt neben, nicht unter der Halle

Doch das ist schon Geschichte – und Gotz stand mit einer Kupferkapsel in der Hand am Rednerpult, direkt vor dem Bau, dessen Außenwände schon teilweise stehen. Die Grube, in die die Kapsel einbetoniert wurde, befindet sich nicht auf dem Baugrund, sondern direkt vor der Außenwand der Halle, weil auf deren Fundament schon einiges gebaut worden ist. Für den außenstehenden Grundstein hatte Vize-Landrat Jakob Schwimmer trotzdem zwei mögliche, freilich nicht ganz ernst gemeinte Erklärungen: „Entweder möchte Herr Gotz den Archäologen in sehr weiter Zukunft die Arbeit erleichtern, oder, und so wie ich ihn kenne, ist das die wahrscheinlichere Option, plant er bereits jetzt schon eine Erweiterung. Dann wäre der Grundstein wieder unterhalb der Halle.“

In der Kupferkapsel befänden sich, so Gotz, die Urkunde zur Grundsteinlegung, Fotos der aktuellen Stadträte, Luftbilder des Baugebiets und der Stadt, eine Handvoll Euro-Münzen und die aktuellen Tageszeitungen aus Erding.

Reine Übungshalle - aus Kostengründen

Im Anschluss an die Reden Gotz’ und Schwimmers wurde die Kapsel im Grundstein einbetoniert. Mit dabei war auch Vogts Sohn Gerhard. Um die musikalische Gestaltung der Zeremonie kümmerten sich Kreismusikschulleiter Bernd Scheumaier mit Akkordeon und Fachbereichsleiter Kurt Müller mit Posaune.

Die Gerd-Vogt-Sporthalle ist als reine Übungshalle geplant – also ohne Tribünen. „Aus Kostengründen“, erklärte Gotz dazu. Doch der Gedanke von Schwimmer ist offenbar nicht ganz falsch. Tatsächlich sei eine Erweiterung auf der Ost- und Westseite der Halle theoretisch möglich, bestätigte der OB unserer Zeitung. Doch das sei nur Theorie, denn die Halle brauche keine Zuschauerränge, „weil sie permanent mit Trainingsbetrieb ausgelastet sein wird“. Außerdem werde es in der geplanten Mehrzweckhalle am Lodererplatz eine Tribüne für etwa 800 Zuschauer geben, führte der OB weiter aus.

Neben den Vereinen, bei denen sich Gotz ausdrücklich bedankte, weil sie das gesellschaftliche Miteinander förderten, werden auch Senioren die Halle nutzen können, vor allem vormittags.

Die Dreifachhalle wird acht Millionen Euro kosten, für das gesamte Areal mit mehreren (Kunst-)Rasenfeldern sind 14 Millionen veranschlagt.

Mayls Majurani

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