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Erding: Hunderte Sternsinger ausgesendet

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Erding - Rund 550 Sternsinger aus der Erzdiözese München-Freising kamen am Montag in die Stadtpfarrkirche Erding. Dort zelebrierte Kardinal Marx den Aussendungsgottesdienst. 

So viele Kinder und Jugendliche auf einmal sieht man in der Erdinger Stadtpfarrkirche St. Johannes selten: Rund 550 von ihnen waren am Montagvormittag dorthin gekommen, um sich von Kardinal Reinhard Marx als Sternsinger aussenden zu lassen. Die meisten von ihnen kamen mit ihren Begleitern aus Pfarrverbänden im Landkreis. Es waren aber auch mehr als 100 weitere Sternsinger aus der ganzen Erzdiözese München und Freising da, etwa aus Allershausen, Rosenheim und Mühldorf.Bis Heiligdreikönig ziehen sie nun in ihren Pfarreien von Haus zu Haus. Dorthin sollen sie „die Freude und den Frieden Christi“ tragen, wie es Marx in seinem Segen formuliert hat.

Die Sternsinger haben bei ihrer Mission zwei Aufträge: schenken und beschenkt werden. Das wurde im Anspiel eingangs des Gottesdienstes deutlich, das Kinder aus dem Pfarrverband Holzland aufführten. Die Sternsinger schenken den Menschen und ihren Häusern den Segen, indem sie mit Kreide das Zeichen „20 C + M + B 20“ für Christus mansionem benedicat (übersetzt: „Christus segne dieses Haus“) über die Tür schreiben. Und sie sind Beschenkte, denn meist erhalten sie eine Spende für ihren Dienst. Das Geld, das bei der größten Aktion von Kindern für Kinder, so Marx, gesammelt wird, kommt stets bedürftigen Mädchen und Buben zugute, diesmal steht der Libanon im Fokus.

Der Kardinal war – begleitet von Kreisdekan Michael Bayer, Stadtpfarrer Martin Garmaier, Diözesanjugendpfarrer Richard Greul, Pater Peter Dus, Pastoralreferent Toni Emehrer (Pfarrverband Holzland), Gemeindereferentin Gudrun Beck (Pfarrverband Walpertskirchen) und Christian Zeug, Pastoralassistent im Vorbereitungsdienst (PV Holzland) – in die noch weihnachtlich geschmückte Stadtpfarrkirche eingezogen. 19 Ministranten aus Erding und Langengeisling sowie einige Sternsinger führten den Zug an. Im Gotteshaus warteten bereits die Mädchen und Buben in ihren prächtigen Sternsinger-Gewändern, um die Botschaft des Herrn in die Welt hinauszutragen, wie es einst der Evangelist Johannes, einer der Kirchenpatrone Erdings, getan hatte, wie Pfarrer Garmaier anmerkte.

Kardinal Marx erinnerte in seiner Predigt, die er mit Handmikrofon im Kirchenschiff bei den Sternsingern hielt, an die große Sehnsucht der Menschen. Der Stern, dem die drei Weisen aus dem Morgenland einst bis zu Christus in der Krippe gefolgt waren, sei diese Sehnsucht, „dass da jemand ist, der uns die Wirklichkeit eröffnet und den Weg weist“. Die Sternsinger würden es verkünden: „Wir sind nicht mehr allein – nie mehr.“ Das sei die Botschaft von Weihnachten: „Gott ist Mensch geworden, und er bleibt.“

Marx betonte, Jesus sei der Bruder aller Menschen. „Da gibt es keinen Unterschied.“ Er dankte den Sternsingern für ihren Dienst und allen, die sie begleiten. „Denkt immer daran, wenn Ihr von Haus zu Haus geht: Ihr seid ein Segen, weil ihr selber gesegnet seid“, rief ihnen der Kardinal zu, ehe er Weihrauch und Kreide segnete.

Der Festgottesdienst wurde musikalisch vom Kirchenchor St. Johannes und den Johannesbläsern unter der Leitung von Georg Rothenaicher gestaltet. Anschließend zogen die Sternsinger gemeinsam mit Marx und angeführt von der Stadtkapelle Erding bei strahlendem Sonnenschein durch die Stadt. Am Rathaus schrieb eine Abordnung den ersten Segensspruch an die Tür. Über die Roßmayrgasse, die Lange Zeile, Kleiner Platz und Schrannenplatz ging es zur Mädchenrealschule Heilig Blut. Dort hatten viele ehrenamtliche Helfer, darunter die Malteser, Mittagessen vorbereitet und unzählige Kuchen gebacken. Am Nachmittag schlossen sich verschiedene Workshops für die Kinder an.

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