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Spuren einer stürmischen Nacht: Im Juli hatten herabgefallene Äste das Geländer der Sempt-Brücke am Heiliggeist-Altenheim beschädigt. Wer den Schaden wann repariert, ist noch offen.

In der Kreisstadt gibt es derzeit an mehreren Stellen Sanierungsbedarf

Erdings brüchige Brücken

  • Hans Moritz
    VonHans Moritz
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Während Erdings größte Baustelle, die Sanierung der Landshuter Straße, nach eineinhalbjähriger Bauzeit endlich auf die Zielgerade biegt und ab Oktober wieder durchgängig befahrbar sein wird, tun sich an anderen Stellen kleinere Baustellen auf.

Erding - Im Planungs- und Bauausschuss wurden einige von ihnen thematisiert.

Hans Balbach (Erding Jetzt) bemängelte, dass die Holzbohlenbrücke am Altwasser in Altenerding in einem schlechten Zustand sei. Die Holzbohlen seien ausgefahren, die Fahrbahn holprig und deswegen laut. Stadtbaumeister Sebastian Henrich kündigte an, die Balken demnächst austauschen zu lassen. „Das sind Verschleißteile, die immer mal wieder ersetzt werden müssen.“

Burkhard Köppen (CSU) hatte eine andere Brücke im Visier, die zwischen Dall-Armi-Straße und Heiliggeist-Altenheim. Der Sturm im Juli hat das Geländer beschädigt, bis heute klafft eine große Lücke, die von Bauzäunen abgeriegelt ist. Hierzu erklärte OB Max Gotz (CSU), es müsse zunächst die Zuständigkeit geklärt werden. Die Sempt liege in der Zuständigkeit des Wasserwirtschaftsamtes. Zudem sei noch zu klären, wessen Versicherung den Schaden begleiche, den herabstürzende Äste von Bäumen am Ufer angerichtet hatten. Zeitpunkte nannten sie bei beiden Brücken jedoch nicht.

Tobias Krüger (AfD) wollte wissen, ob der Asphalt zwischen Sparkasse und Schrannenplatz wieder herausgerissen und durch Pflaster ersetzt werde. Gotz berichtete, dafür sei der Abwasserzweckverband Erdinger Moos zuständig, der im Untergrund die Leitungen erneuert hatte. Die Pflastersteine seien eingelagert und würden neu gesetzt, sobald die Maßnahme abgeschlossen ist.

Herbert Maier (Grüne) störte sich an etlichen Schlaglöchern unter anderem auf der Lena-Christ-Straße in der Freisinger Siedlung – ein bekanntes Problem. Gotz sicherte zu, dass die Löcher noch vor Wintereinbruch ausgebessert würden.

Für Kritik in der Bürgerschaft sorgt zudem ein Acker östlich der neuen Gerd-Vogt-Sportpark. Doch hier ist Geduld gefragt, erklärte der Stadtbaumeister. Auf dem Feld hatte sich während des Baus der Halle bei einem Starkregenereignis Wasser gesammelt, das in die Halle eingedrungen war (wir berichteten). In der Folge habe man den Boden so bearbeitet, dass er nach ähnlichen Ereignissen als Retentions- beziehungsweise Versickerungsfläche dient. Zwar sei langfristig geplant, hier einen weiteren Sportplatz neben den bestehenden östlich des Eisstadions anzulegen. Doch das werde dauern. Denn die Deutsche Bahn will hier ein Baustellenlager einrichten, wenn der S-Bahn-Ringschluss gelegt wird. Und das kann bekanntlich Jahre dauern. Die Bahn habe hier das Vorrecht.

ham

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