Fünf Frauen und fünf Männer stehen im Bundestagswahlkreis Erding-Ebersberg auf dem Stimmzettel.
+
Fünf Frauen und fünf Männer stehen im Bundestagswahlkreis Erding-Ebersberg auf dem Stimmzettel.

Zehn Direktkandidaten

Kandidatenflut zur Bundestagswahl

  • Michael Acker
    VonMichael Acker
    schließen

Die Qual der Wahl ist heuer im Bundestagswahlkreis Erding-Ebersberg besonders groß, zumindest zahlenmäßig. Zehn Direktkandidaten treten an. Fünf Frauen und fünf Männer stehen auf dem Stimmzettel.

Landkreis – Noch 50 Tage bis zur Bundestagswahl am 26. September. Die Frist, einen Direktkandidaten zu benennen, ist längst vorüber. Im Wahlkreis Erding-Ebersberg treten zehn Bewerber um einen der Sitze in Berlin an.

Die Wähler können aus ebenso vielen Männern (fünf) wie Frauen (fünf) auswählen. Ein Ungleichgewicht herrscht dagegen bei der Herkunft der Bewerber: Sieben kommen aus dem Landkreis Ebersberg, nur zwei aus dem Erdinger Land, eine aus dem Landkreis Miesbach. Bis auf den Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz (CSU) aus Frauenneuharting ist es für alle die erste Kandidatur. Erstmals schicken die Freien Wähler eine Frau aus ihren Reihen in den Wahlkampf, die Partei tritt heuer bundesweit an.

Auf dem Wahlzettel werden neben Lenz noch Magdalena Wagner (SPD) aus Egmating, Christoph Lochmüller (Grüne) aus Hohenlinden, Birgit Obermaier (FW) aus Pastetten, Marc Salih (FDP) aus Poing, Peter Junker (AfD) aus Finsing, Tobias Boegelein (Linke) aus Bruck, Charlotte Schmid (ÖDP) aus Poing, Simone Binder (Bayernpartei) aus Grafing und Alexandra Motschmann (dieBasis) aus Gmund am Tegernsee stehen.

Was viele nicht mehr wissen: In der zu Ende gehenden Wahlperiode wäre der Wahlkreis Erding-Ebersberg an sich von zwei Abgeordneten vertreten gewesen – neben Lenz der Finanzpolitiker Ewald Schurer (SPD) aus Ebersberg, der erneut über die SPD-Landesliste in den Bundestag eingezogen war. Doch er war im Dezember 2017, wenige Wochen nach der Wahl, völlig überraschend gestorben.

Bei der Wahl vor vier Jahren hatte Lenz in allen Gemeinden in beiden Landkreisen die meisten Stimmen geholt. Am Ende kam er auf 48,2 Prozent. Schurer hatte 14,9 Prozent auf sich vereint. Die weiteren Kandidaten von damals waren: Brigitte Fischbacher (AfD/10,3 %), Ami Lanzinger (Grüne/10,2 %), Peter Alexander Pernsteiner (FDP/7,3 %), Lukas Schmid (Linke/3,4 %), Christina Treffler (ÖDP/2,7 %) und Andreas Zimmer (Bayernpartei/2,4 %).

Die Bewerber der späteren erneuten Großen Koalition, Lenz und Schurer, hatten besser abgeschnitten als ihre jeweiligen Parteien CSU und SPD. Bei den Zweitstimmen kam die CSU auf 39,1 Prozent, die SPD auf 12,3. Weitere Parteiergebnisse: FDP 11,9 %, AfD 11,9 %, Grüne 10,9 % und Linke 5,1 %.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare