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Gastronom David Ritter sammelte die Wünsche der Kinder. Das Ergebnis berührt.

Kinder schreiben ans Christkind

Wünsche, die mit Geld nicht zu bezahlen sind

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Was wünschen sich Kinder vom Christkind? Außer Puppen, Tablet, Handy und Modelleisenbahn? Eine Aktion in Erding hat Berührendes zu Tage gefördert.

Erding – Auch für Kinder war in der Adventszeit coronabedingt nicht viel geboten – kein Christkindlmarkt, keine Schlittschuhbahn, keine Krippenspiele. Dafür drehte vor dem Lokal Kennedy in der Erdinger Altstadt ein Kinderkarussell seine Runden für die Kleinen. Gastronom und Stadtrat David Ritter hatte dort ein Holzkisterl aufgestellt und die Mädchen und Buben aufgefordert, Briefe ans Christkind zu schreiben – Wünsche, die mit Geld nicht zu bezahlen sind. Jetzt hat er den kleinen Schatz gehoben – mit teils rührenden Botschaften. Sie zeigen, dass auch die Jüngsten unter Pandemie und Lockdown leiden und so gerne ihr altes Leben zurück hätten.

Die kleine Fabiana äußert den zu Herzen gehenenden Wunsch, „dass Papa einen Job hat“. Zu Tränen rührt die Bitte von Loreno: Er wünscht sich nur – „einen Papa“ . . .

Cardyn (3) bittet das Christkind, dass „alle Kinder viele schöne Geschenke bekommen und viel Spaß haben“. Mika erhofft „für mich und meine Familie Gesundheit, Glück und Freude“. Anonym ist der Wunschzettel für „Schoki, ohne fett zu werden, ein schönes Weihnachtsfest und Gesundheit“.

Die neunjährige Theresa schreibt: „Ich wünsche mir, dass Corona verschwindet.“ Die vierjährige Philippa hat ihre Eltern dazu notieren lassen: „Ich wünsche mir, dass wir wieder viele Freunde treffen können und alle bösen Krankheiten verschwinden.“

Jakob gibt dem Christkind gleich einen „Auftrag – bitte erfüllen“: Er will auch, dass Corona verschwindet, damit er wieder Oma und Opa in Österreich besuchen kann. Das schreibt auch sein Bruder Leo, der sich nicht nur nach seinen Großeltern, sondern auch nach seinen Freunden dort sehnt.

Für ihren Sohn Simon wünschen sich die Eltern ein Geschwisterchen, und dass Oma und Opa gesund bleiben. Felix setzt einfach nur auf ein „normales Jahr, in dem ich mit meinen Freunden Geburtstag feiern kann“. Und Lisa bittet das Christkind, eine Sternschnuppe zu schicken, „die die Welt erleuchtet“. ham

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