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Zieht hier eine kinderheilkundliche Abteilung ein? Landrat Martin Bayerstorfer hat dafür viele Argumente.

Sitzung des Krankenhaus-Planungsausschusses

Kinderklinik: Im Mai wird’s ernst

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Beim Bestreben des Landkreises, an seinem Krankenhaus eine Kinderklinik anzugliedern, fällt im Mai die Vorentscheidung. Dann tagt der Krankenhaus-Planungsausschuss des Freistaats.

Erding -  Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) kündigte an, dass es dort auch ums Erdinger Klinikum gehen werde. Das soll von einem Haus der Grund- und Regelversorgung zu einem Schwerpunktversorger werden. Damit würden weitere Abteilungen möglich.

Bayerstorfer spricht von einem „lohnenswerten Ziel“. Etablieren möchte er dann nicht nur die Kinderheilkunde, sondern auch eine Neurologie. Er sieht das Erdinger Klinikum als gut gerüstet für den Aufstieg. „Insbesondere das Angebot in der Chirurgie geht deutlich über die allgemeine Versorgung hinaus.“ Als Beispiele nennt er Gefäß-, Thorax- sowie plastisch-rekonstruktive Chirurgie. „Das ist üblicherweise nicht bei einem Grund- und Regelversorger zu finden.“

Die nächsten Kinderkliniken sind relativ weit entfernt

Hinzu komme der Einzugsbereich des kommunalen Krankenhauses. Die nächsten Pädiatrien befinden sich in München, Landshut, Altötting und Traunstein. „Die gesamte Region zwischen Freising und Ebersberg sowie der nördliche Landkreis München könnte von uns abgedeckt werden. Wir reden von etwa einer Dreiviertelmillion Menschen“, rechnet Bayerstorfer vor. Andere Kinderkliniken seien an deutlich kleineren Standorten mit weniger Einwohnern und vor allem nicht in so kinderreichen Landkreisen wie in der Flughafenregion.

Aufwind für die Geburtshilfe

Bayerstorfer ist überzeugt, dass eine Pädiatrie die Erdinger Geburtshilfe beflügeln würde. „Spätgebärende oder werdende Mütter mit Problemschwangerschaften wenden sich verständlicherweise an Kreißsäle mit angegliederter Kinderklinik. Das könnten wir dann auch in Erding bieten.“ In der Folge könnte das Klinikum dafür dann staatliche Zuschüsse abrufen.

Landrat: Es wird spannend

Aber: Es gibt Mitbewerber, etwa Fürstenfeldbruck und Landshut-Achdorf. In der niederbayerischen Hauptstadt gibt es aber bereits einen Schwerpunktversorger. Im Süden Münchens verfolgen Starnberg und Miesbach dieses Ziel. Deswegen meint Bayerstorfer: „Es ist ergebnisoffen, es wird spannend. Aber abgeraten hat uns niemand – weder Kassen, Krankenhausgesellschaft noch kommunale Spitzenverbände.“

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