Kirchturm-Schindeln aus Lärchenholz in St. Paul: Millimetergenaues Arbeiten ist beim Eindecken gefragt. Zimmerermeister Marcus Grabrucker (r.) sowie Guido Siegert und Alois Loreth (v. l.) verstehen ihr Handwerk.
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Kirchturm-Schindeln aus Lärchenholz in St. Paul: Millimetergenaues Arbeiten ist beim Eindecken gefragt. Zimmerermeister Marcus Grabrucker (r.) sowie Guido Siegert und Alois Loreth (v. l.) verstehen ihr Handwerk.

Filigrane Handarbeit in luftiger Höhe

Erding: Der Kirchturm in St. Paul bekommt neue Holzschindeln

Eine neue Kirchturmhaube aus Lärchenholz bekommt die Friedhofskirche St. Paul in Erding. Bis zu 9000 Schindeln sind dafür nötig. Eine filigrane Handarbeit.

Erding – Am eingerüsteten Zwiebelturm der Friedhofskirche St. Paul in Erding machen sich die Zimmerer zu schaffen. Sie messen aus, hämmern, sägen und schaffen Neues. Das alte Dach der Haube war morsch. Bevor sich daraus größere Schäden entwickeln, war die Arbeit von Spezialisten gefragt.

Zimmerermeister Marcus Grabrucker beherrscht das alte Handwerk des Holzschindeleindeckens. Seine Zimmerei befindet sich in Thal bei Kirchberg im Holzland. Im Laufe der Jahre hat sich die Familie Grabrucker auf die Sanierung von Kirchen, Schlössern und anderen denkmalgeschützten Gebäuden spezialisiert.

Der Turm der Gottesackerkirche St. Paul erhält ein neues Dach aus heimischem Lärchenholz. „Vorher waren Schindeln aus rotem Zedernholz drauf, aber Lärche ist langlebiger“, erklärt Grabrucker. Über 50 Jahre würde die Lärche schon herhalten.

8000 bis 9000 Schindeln werden benötigt – aufgetragen in drei Lagen. Das Holz muss zuvor heiß gedämpft werden, damit es gebogen werden kann. Dann erfolgt der millimetergenaue Zuschnitt, damit die Rundungen der Zwiebelhaube perfekt werden.

Mit den Arbeiten sind in St. Paul drei Handwerker rund drei Monate beschäftigt. „Es ist eine interessante, aber auch mühevolle Arbeit“, sagt Grabrucker. (Peter Bauersachs)

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