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Viele Wünsche an die Kommunalpolitik hat die Wirtschaft - hier das Gewerbegebiet Erding-Aufhausen.

Wirtschaft vor der Kommunalwahl: ÖPNV verbessern, Verfahren vereinfachen

IHK beklagt lahme Bürokratie

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Mit konkreten Forderungen wendet sich die Industrie- und Handelskammer Erding-Freising vor den Kommunalwahlen an die Politik. Und sie übt handfeste Kritik an Rathäusern und Landratsamt.

Erding - Tenor: Der Wirtschaftsstandort rund um den Flughafen müsse weiter gestärkt werden. Bei einer Tagung in Freising formulierte das Gremium Erding-Freising einen Forderungskatalog.

Großen Handlungsbedarf sehen die Ausschussmitglieder unter anderem beim Thema Verkehr in der Region. „Vor allem bei der S-Bahn wünschen wir uns Verbesserungen“, so IHK-Chef Otto Heinz. Zu den Forderungen der IHK gehören eine Taktverdichtung bei der S-Bahn, der zügige Bau von Walpertskirchener Spange und S-Bahn-Ringschluss, eine Express-S-Bahn an den Airport und ein Fernbahnhof dort. Außerdem müsse der ÖPNV besser aufeinander abgestimmt und die Fahrgastinformation verbessert werden. All das sind freilich keine originär kommunale Themen.

Schnellere Umnutzung leerstehender Gebäude

Angesicht des knappen und teuren Gutes Boden verlangt die IHK ein Umdenken bei der Bauleitplanung. „Es braucht mehr Platz zum Wohnen und Arbeiten“, sagt Heinz. Bei leer stehenden Immobilien müsse schnell eine Umnutzung möglich sein.

Nicht schmecken wird den Kommunalpolitikern die geharnischte Kritik der Wirtschaft an der Verwaltung. „Damit Betriebe neue Produktionsstätten und Büroflächen bauen und sich Unternehmen in der Größe erweitern können, müssen endlich Genehmigungsverfahren vereinfacht und beschleunigt werden“, fordert Heinz. Die Bürokratie in den Rathäusern und den beiden Landratsämtern belaste die regionale Wirtschaft. Die Digitalisierung in den Ämtern müsse forciert werden.

Funklöcher dürfte es 2020 nicht mehr geben

Das gilt nach Auffassung der IHK auch für Mobilfunk und Internet. „Es gibt noch immer Funklöcher in einigen Gebieten. Im Jahr 2020 sollte das eigentlich nicht sein“, stellt Heinz klar. Die Unternehmen bräuchten schnelles Internet und eine zuverlässige Verbindung – beispielsweise zum Speichern von Produktions- und Kundendaten oder zur Kommunikation mit Handelspartnern weltweit. Der Ausschuss fordert deswegen in seinem Positionspapier, dass sich die Kommunen und Landratsämter für einen raschen Ausbau von Glasfaser und Mobilfunk in der Region einsetzen sollten.

Fachkräftemangel ist das größte Risiko

Als „größtes Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung“ der Region sieht die IHK den Fachkräftemangel. Auch hier könne die Kommunalpolitik helfen. Heinz fordert den Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder und Pflegebedürftige. „Unserer Wirtschaft geht Potenzial verloren, wenn Erwachsene daheim bleiben müssen, weil sie keinen Pflegeplatz für Angehörige oder Betreuungsplatz für ihre Kinder finden.“

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