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19 Kreisrätinnen und sechs Stimmenköniginnen

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Von: Hans Moritz

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Ex-Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) holte im ganzen Landkreis die meisten Stimmen. © Hans Moritz

Die Besetzung des Kreistags von Erding steht fest. 60 Sitze waren zu vergeben. Auf die CSU entfallen 24, auf die Freien Wähler elf, auf die Grünen zehn, auf AfD und SPD je fünf, auf die ÖDP drei sowie auf Linke und FDP je einer. Es gibt ein paar Überraschungen.

Erding – Die Besetzung des Kreistags von Erding steht fest. 60 Sitze waren zu vergeben. Auf die CSU entfallen 24, auf die Freien Wähler elf, auf die Grünen zehn, auf AfD und SPD je fünf, auf die ÖDP drei sowie auf Linke und FDP je einer. Auf den letzten Metern haben die Grünen noch ein Mandat an die ÖDP verloren. Diese ist damit wieder Fraktion, ein Status, der ihr nach dem Wechsel von Rainer Forster zur AfD voriges Jahr abhanden gekommen war. Die Auszählung zog sich bis Dienstagmorgen hin – zum Ärger hunderter Helfer wegen einer völlig unzureichenden Software.

Frauen holen die besten Ergebnisse

Frauen holen die besten Ergebnisse

Das Auffälligste: Bei sechs der acht Parteien holten Frauen die meisten Stimmen. Bei der CSU überholte etwa Ex-Umweltministerin Ulrike Scharf Landrat Martin Bayerstorfer. Bei den Freien Wählern kam Petra Bauernfeind entgegen, dass sie in Erding auch als Oberbürgermeisterin kandidierte. Insgesamt sind aktuell 19 Frauen im Kreistag (CSU 7, Grüne 5, SPD 3, FW 2, ÖDP und FDP je 1).

Wer Hans Schreiner, Landratskandidat von FW, Grünen und SPD, auf der Liste vermisst: Der Bürgermeister von Bockhorn trat nur für das Spitzenamt an, nicht aber auf der Liste. Fällt er am 29. März in der Stichwahl gegen den amtierenden Bayerstorfer durch, ist seine kommunalpolitische Karriere vorbei.

Mehrere Familienbeziehungen im neuen Kommunalparlament

Der neue Kreistag, der sich im Mai konstituiert, ist ein ausgesprochener Familienbetrieb: Ihm gehören mit Christina und Stephan Treffler (ÖDP) sowie Lena und Florian Geiger (Grüne) zwei Ehepaare an. Hinzu kommt eine Vater-Sohn-Beziehung: Wolfgang und Otto Kellermann (AfD).

Das sind die Kreisräte 2020 bis 2026

CSU-Fraktion: Ulrike Scharf (57 656), Martin Bayerstorfer (54 653), Max Gotz (45 263), Franz Hofstetter, (42 349), Johann Wiesmaier (40 163), Gerlinde Sigl (35 810), Jakob Schwimmer (35 401), Thomas Bauer (31 396), Heinz Grundner (30 525), Janine Krzizok (29 927), Cornelia Vogelfänger (29 320), Ludwig Rudolf (29 237), Ursula Eibl (28 519), Willi Vogl (27 505), Rudolf Waxenberger (27 429), Stefan Haberl (27 304), Ferdinand Geisberger (26 896), Bernhard Mücke (26 263), Michael Oberhofer (25 700), Ludwig Kirmair (25 459), Sabine Berger (25 455), Barbara Lanzinger (25 309), Manfred Lex (22 941), Christian Pröbst (22 588). Sollte Bayerstorfer die Stichwahl gewinnen, zieht zusätzlich Sosa Balderanou (21 846) ein.

Freie Wähler: Petra Bauernfeind (22 932), Georg Els (21 893), Maria Grasser (21 435), Korbinian Empl (20 450), Ullrich Gaigl (19 899), Rainer Mehringer (19 277), Thomas Gneißl (16 635), Manfred Ranft (16 338), Christian Büchlmann (16 042), Valentin Bitzer (15 301), Christian Aigner (14 773).
Grüne:
Helga Stieglmeier (22 523), Florian Geiger (18 593), Monika Wenger (17.237), Ursula Frank-Mayer (16 213), Maria Feckl (15 474), Stephan Glaubitz (15 217), Christoph Sticha (14 675), Lena Geiger (14 647), Dominik Rutz (12 905), Wolfgang Fritz (12 472),
SPD: Ulla Dieckmann (14 171), Gertrud Eichinger (11 596), Nicole Schley (11 208), Manfred Slawny (11 073), Georg Nagler (8647).
AfD: Martin Huber (12 772), Peter Attenhauser (10 416), Wolfgang Kellermann (9866), Rainer Forster (7967), Otto Kellermann (7222).
ÖDP: Christina Treffler (9912), Wolfgang Reiter (9433), Stephan Treffler (6209).
FDP: Rosmarie Neumeier-Korn (5113).
Linke: Florian Baum (4398).

Insgesamt erhielt die CSU 1,468.362 Stimmen, die Grünen 623 276, die Freien Wähler 689 471, die AfD 285 107, die SPD 297 085, die FDP 87 986, die ÖDP 155 908 und die Linke 47 951. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,2 Prozent. 2014 waren es nur 58,5 Prozent gewesen. HANS MORITZ

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