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Ein Hesse hat sich weite Teile der Müllentsorgung im Landkreis gesichert. 

Neuausschreibung entschieden

Landkreis-Firmen verlieren Müll-Auftrag

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Müll ist wahrlich nicht wertlos, seine Entsorgung ein millionenschweres Geschäft. Im Landkreis Erding sind nun zwei lokale Entsorger buchstäblich in der Tonne gelandet.

Erding – Bei einer Neuausschreibung der Abfuhr von Rest- und Biomüll ab 1. Oktober dieses Jahres kamen zwei Landkreis-Unternehmen nicht mehr zum Zug, weil die Konkurrenz bessere, sprich günstigere Angebote vorgelegt hatten – die Firmen Fischer aus Isen und Wilm aus Dorfen. Stattdessen sicherte sich ein hessisches Unternehmen den Zuschlag für die Müllabfuhr im nordwestlichen und im südöstlichen Landkreis – die Knettenbrech + Gurdulic GmbH aus Neu-Isenburg bei Frankfurt. Darüber informierte Landrat Martin Bayerstorfer den Umweltausschuss des Kreistags. Andreas Neumaier von der Abfallwirtschaft betonte jedoch, dass das Unternehmen auch in Kirchheim bei München ansässig sei. Dieses ist nun für die Abfuhr in Berglern, Eitting, Finsing, Langenpreising, Moosinning, Neuching, Oberding, Ottenhofen, Wartenberg, Bockhorn, Buch, Dorfen, Forstern, Isen, Lengdorf, Pastetten, St. Wolfgang, Walpertskirchen und Wörth.

Immerhin kam ein regionaler Entsorger zum Zug, die Firma Heinz aus Moosburg. Ihre Müllfahrzeuge drehen ihre Runden (weiterhin) in der Stadt Erding, in Fraunberg, Hohenpolding, Inning, Kirchberg, Steinkirchen und Taufkirchen.

Der Erdinger Hausmüll wird übrigens auf der Kreisdeponie im Sollacher Forst bei Isen umgeschlagen und dann teils in die Müllverbrennungsanlage nach Ingolstadt gefahren. Die Corona-Pandemie hat die Hausmüllmenge deutlich erhöht.  ham

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