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Dringend sanierungbedürftig ist die Brücke der Kreisstraße ED 31 über die B 15 bei Hohenpolding. 

Knappe Kassen und offene Fragen: 2021 nur sechs Vorhaben für rund 2,1 Millionen Euro

Landkreis speckt Straßenbauprogramm ab

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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2,1 Millionen Euro will der Landkreis kommendes Jahr für seine Kreisstraßen ausgeben. Sechs Vorhaben stehen auf der Agenda. Im Vergleich zu den Vorjahren ist das deutlich weniger.

Landkreis –  Das dürfte zwei Gründe haben. Zum einen rechnet der Landkreis coronabedingt mit deutlich weniger Steuereinnahmen, zum anderen lehrt die Erfahrung, dass das Sanierungsprogramm meist nicht vollständig abgearbeitet wird. Die Maßnahmen stellte Felix Krötz vom Straßenbauamt München vor.

Zu den Dauerbrennern gehören der geplante Abriss und die Erneuerung der Brücke der ED 15 über die B 388 bei Hohenpolding. Laut Krötz besteht unter anderem wegen Betonabplatzern „dringender Handlungsbedarf“. Danach besteht keine Tonnagebeschränkung mehr – zurzeit sind es 16 Tonnen –, die Fahrbahn wird 6,50 Meter breit. Ein eigener Geh- und Radweg auf der Brücke ist nicht vorgesehen. Die Gesamtkosten bezifferte Krötz mit 1,17 Millionen Euro.

Wie geht es weiter mit der Unfall-Kreuzung bei Sankt Wolfgang?

Strittig ist noch die Sanierung der ED 18 zwischen Lappach und der B 15 bei St. Wolfgang. Das Straßenbauamt will hier für 390 000 Euro 1,6 Kilometer Fahrbahn erneuern. Landrat Martin Bayerstorfer erinnerte daran, dass die Gemeinde St. Wolfgang den Knotenpunkt an der B 15 entschärfen wolle –und das bereits seit 1996. Die Trasse würde dann über Hungersberg führen. Die Gemeinde soll sich nun erklären, ob sie alternative Linienführung nach wie vor wünscht. 2022 könne hier aber definitiv nichts gemacht werden, denn diese Strecke wird als Umleitungsstrecke benötigt, wenn in Dorfen die B 15 wegen der Erneuerung der Isenbrücke gesperrt ist.

Am Ausbau der Ortsdurchfahrt Mittbach (Isen) im Zuge der ED 20 beteiligt sich der Landkreis mit 240 000 Euro. Den Rest zahlt die Gemeinde. Dabei wird auch ein Radweg gebaut. Ebenfalls an der ED 20, diesmal im Bereich Bockhorn, muss der Durchlasse für den Mauggener Graben erneuert werden. Dafür sind 130 000 Euro eingeplant. Krötz gab zu, dass auch dieses Vorhaben schon heuer hätte erledigt werden sollen.

Fällt der Straßenbau den knappen Kassen zum Opfer?

Ebenfalls nicht zum ersten Mal auf der Agenda ist eine neue Fahrbahndecke auf der ED 1 zwischen Fraunberg und der ED 26 bei Hienraching. Für die 5,5 Kilometer sind 1,45 Millionen Euro veranschlagt. Gut die Hälfte davon wird die neue, 2,1 Kilometer lange Fahrbahn der ED 2 zwischen Berglern und Manhartsdorf mit Entwässerung in Berglern kosten.

Krötz deutete bereits an, dass selbst das reduzierte Straßenbauprogramm nicht vollumfänglich umgesetzt werden könnte. „Die Erhaltungsmaßnahmen sind variabel und können um einige Jahre verschoben werden.“ Und wenn im Herbst der Kreishaushalt diskutiert wird, ist es stets der Straßenbau, der als Erstes aus Spargründen geschoben wird.

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