Erding hat seinen ersten Unverpacktladen. Am Donnerstag hat „Lela Lose“ an der Freisinger Straße eröffnet. Und die Auswahl ist groß.
+
Selbstständige Jungunternehmerin: Daniela Kronpass (28) im Herzen ihres Ladens, den sie mithilfe einer Crowdfunding-Kampange finanziert hat. 

An der Freisinger Straße

Erdings erster Unverpacktladen: Lela Lose eröffnet

Erding hat seinen ersten Unverpacktladen. Am Donnerstag hat „Lela Lose“ an der Freisinger Straße eröffnet. Und die Auswahl ist groß.

Erding – Erding hat seinen ersten Unverpacktladen. Am Donnerstag hat „Lela Lose“ an der Freisinger Straße eröffnet. Und die Auswahl ist groß. Das Sortiment des Geschäfts reicht über die alltäglichen Nahrungsmittel wie Mehl, Öl, Gemüse und Müsli bis hin zu verschiedensten Süßspeisen wie Gummibärchen und getrockneten Früchten. Auch Körperpflegeprodukte wie etwa Lotionen oder Haarseife werden angeboten.

Der Eigentümerin Daniela Kronpass (28) ist es wichtig, dass auch bei der Anlieferung der Produkte weitgehend auf umweltschädliche Verpackungen verzichtet wird. Daher werden die meisten Waren in Zehn- bis 25-Kilogramm-Papiersäcken geliefert. Bei manchen Produkten wie Trockenfrüchten sei dies allerdings aufgrund der Haltbarkeit nicht möglich, erklärt Kronpass.

Herkunft der Waren ausgeschildert – das meiste ist regional

Zudem legt die Unternehmerin großen Wert auf Regionalität. „Ich versuche, die meisten meiner Produkte von Händlern aus der Umgebung zu erwerben. Da die Anzahl der Großhändler in der Region, die an Unverpackt-Läden liefern, jedoch eingeschränkt ist, ist dies nicht bei allen Waren möglich. Allerdings ist die Herkunft bei allen im Geschäft vorhandenen Produkten ausgeschildert“, erzählt Kronpass.

Im Sommer vergangenen Jahres hat sie bereits mit ihrer jüngeren Schwester Lisa (26) einen Laden mit dem selben Prinzip in Freising eröffnet. „Die Kunden kommen in der Regel mit ihren eigenen Gefäßen wie Gläsern, Beuteln oder Behältern von Tupperware. Diese werden zuerst abgewogen. Nachdem die Kunden dann ihre Produkte in Behältnisse eingefüllt haben, wird das Gewicht der leeren Gefäße vom Endgewicht abgezogen. So kann dann der Preis ermittelt werden“, erklärt die Jungunternehmerin das System ihres Ladens. Ihr zufolge ist ein Einkauf aber auch ohne eigene Behältnisse möglich. In diesem Fall könnten die Kunden auch Dosen vor Ort ausleihen beziehungsweise kaufen.

Crowdfunding als Finanzierung

Für eine kurze Einkaufspause hat Kronpass auch gesorgt. In einer Ecke ist ein kleines Café integriert, in dem man ein Heißgetränk, selbst gebackenen Kuchen oder am Morgen auch ein Frühstück verzehren kann.

Finanziert wurde das Geschäft durch eine Crowdfunding-Kampagne. Ein Teil der Unterstützer investierte dabei in Gutscheine. Bei dem Rest handelte es sich um freie Unterstützer. „Crowdfunding ist eine gute Startmöglichkeit für junge Unternehmer, da sie dadurch schnell an finanzielle Mittel kommen“, meint Kronpass.

Bereits jetzt komme der Unverpackt-Laden bei den Leuten gut an. „Ich bin sehr überzeugt von dem Konzept und werde in Zukunft öfter in dem Geschäft einkaufen“, meint etwa Barbara Sinner (50), eine Kundin des Ladens.

Infos zum Angebot gibt es unter www.lelalose.de.

Susanne Webersberger und Matea Marsic

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Feuerwehr Altenerding fängt Emu ein
Anscheinend hat es dem  Emu in seinem Freigehege in Singlding nicht mehr gefallen. Er büxte aus. Um den Laufvogel wieder einzufangen, brauchten die Besitzerinnen Hilfe …
Feuerwehr Altenerding fängt Emu ein
Debatte um Friedhofsbeiträge: Gaden, das „Stiefkind an der Landkreisgrenze“
Die letzte Reise führt die Gadener Bürger meist nach Oberhummel in den Nachbarlandkreis Freising. Politisch gehören sie zwar zur Gemeinde Eitting. Da es in Gaden aber …
Debatte um Friedhofsbeiträge: Gaden, das „Stiefkind an der Landkreisgrenze“
Unbekannter zerkratzt Auto
Mutwillig beschädigt hat ein bislang Unbekannter einen Fiat in Erding. Die Polizei sucht Zeugen. 
Unbekannter zerkratzt Auto
Wie viel Verdichtung verträgt die Gemeinde?
Ein Investor will in Hörlkofen drei Gebäude mit Wohnungen bauen. Nicht jedem Gemeinderat gefällt dieser Umfang.
Wie viel Verdichtung verträgt die Gemeinde?

Kommentare