Führungen im kleinen Kreis bieten die Gymnasien den Übertrittsschülern an – und viel Beratung. Foto: AFG Erdi ng

Direktoren werben für Übertritt – Defizite werden berücksichtigt

Mit Zuversicht aufs Gymnasium

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Viele Familien machen sich große Sorgen über den Übertritt ihrer Kinder. Ist das Gymnasium nach so langem Distanzunterricht nicht zu schwer. Die Erdinger Direktoren reichen die Hand.

Erding/Dorfen – Seit bald 15 Monaten findet pandemiebedingt so gut wie kein regulärer Unterricht statt. Eine besondere Herausforderung stellt das für Abschlussschüler dar. Aber auch Familien, deren Kinder nach der vierten Klasse vor dem Übertritt auf eine weiterführende Schule stehen, machen sich Sorgen: Packt mein Kind bei all den Defiziten durch Distanz- und Wechselunterricht das Gymnasium? Den Leitern der drei Gymnasien ist diese Befürchtung bekannt. Sie versuchen sie zu zerstreuen.

„Wir hören oft die Frage, ob es reicht, was die Kinder in der vierten Klasse gelernt haben“, berichtet Regine Hofmann, Leiterin des Anne-Frank-Gymnasiums Erding. „Wir können diese Frage nur von Herzen bejahen.“ Natürlich gebe es Defizite im Lernen, in allen Jahrgangsstufen. Natürlich hätten nicht alle Lernenden den gleichen Wissensstand. Und natürlich seien Kinder und Eltern nach den immer neuen Bestimmungen der vergangenen Monate und dem starken Auf-sich-Selbst-Gestellt-Sein verunsichert, gibt Hofmann unumwunden zu.

Sie und ihre Kollegen Andrea Hafner vom Korbinian-Aigner-Gymnasium und Markus Höß, Oberstudiendirektor am Gymnasium Dorfen, möchten Mut machen, den Übertritt zu wagen. „Die Kinder werden nicht allein gelassen“, versichert Hofmann auch im Namen von Hafner und Höß. „Es gibt viele Faktoren, die dazu beitragen werden, dass die Grundschüler am Gymnasium gut Fuß fassen können.“ Als Beispiele nennt sie freie Nachmittage bis zur achten Klasse und die Ganztagsangebote mit Hausaufgabenbetreuung.

Die Schulleiter sichern zu, „dass die Schüler von erfahrenen Lehrkräften im ersten Jahr begleitet werden“. Daneben werde es Förderangebote in Deutsch, Mathematik und in der ersten Fremdsprache geben. Beratungsteams der Schulen, bestehend aus Schulpsychologen, Beratungslehrern und Schulsozialpädagogen, würden mit den Kindern Strategien erarbeiten, „wie das Lernen und das Sich-Selbst-Organisieren strukturiert und bewältigt werden kann“, so Hofmann.

Eltern sollten auch nicht vergessen, dass Kinder nach Isolation und Homeschooling „hungrig darauf sind, wieder gemeinsam mit anderen zu lernen und Neues zu entdecken“, so die AFG-Chefin.

Die Pandemie behindert auch das Kennenlernen der künftigen Schule. Alle drei Gymnasien haben sich aber Ersatzlösungen einfallen lassen. Am Anne-Frank-Gymnasium werden noch bis Ende April individuelle Führungen angeboten, für die man sich unter Tel. (0 81 22) 9 77 60 oder per E-Mail an verw@afg-erding.de anmelden kann.

Die Schulhausführungen am Gymnasium Dorfen finden am Mittwoch, 28., am Freitag, 30. April, und am Montag, 3. Mai, jeweils ab 14 Uhr statt und können per E-Mail an tdot@gymnasiumdorfen.de gebucht werden.

Für Führungen durchs Korbinian-Aigner-Gymnasium melden sich Familien per E-Mail an verwaltung@kag-erding.de oder unter Tel. (0 81 22) 90 99 40 zur individuellen Terminvereinbarung für die Woche vom 26. bis 30. April an. ham 

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