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Frequenzbringer im Busliniennetz des Landkreises: der Flughafenbus 512 Erding–Airport.

Linie 515 nach Hallbergmoos erhält dichteren Takt – Bekenntnis zum Flughafenbus 512

Stadt Erding investiert in den Nahverkehr

  • Hans Moritz
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Sie sind die großen Frequenzbringer im Busnetz des Landkreises: der „515er“ von Erding nach Hallbergmoos und der „512er“ von der Kreisstadt an den Flughafen. Der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Stadtrats hat nun der Fortsetzung beider Linien zugestimmt. Die nach Hallbergmoos wird sogar ausgebaut. Dafür nimmt die Stadt über 100 000 Euro pro Jahr in die Hand.

Erding – Sie sind die großen Frequenzbringer im Busnetz des Landkreises: der „515er“ von Erding nach Hallbergmoos und der „512er“ von der Kreisstadt an den Flughafen. Der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Stadtrats hat nun der Fortsetzung beider Linien zugestimmt. Die nach Hallbergmoos wird sogar ausgebaut. Dafür nimmt die Stadt über 100 000 Euro pro Jahr in die Hand.

Patrik Goldes von der Verwaltung berichtete, dass die Linie 515 Erding–Hallbergmoos für den Zeitraum 2022 bis 2027 neu ausgeschrieben werde. „Es ist eine der meist frequentierten im Landkreis“, so Goldes. Im Rahmen der Neuausschreibung sei eine Taktverdichtung vorgesehen. Aus dem bisher „relativ unbeständigen Takt“ solle ein 40-Minuten-Rhythmus werden. An Wochenenden und Feiertagen ist ein 80-Minuten-Takt geplant. Aktuell beliefen sich die Gesamtkosten laut Goldes auf 280 000 Euro, was für die Stadt Erding einen Anteil von jährlich 20 000 Euro bedeute. Durch die Taktverdichtung stiegen die Kosten auf 540 000 Euro, auf Erding entfielen dann 60 000 Euro.

Bereits ausgebaut wurde die Flughafenlinie 512, die schon heute im 40-Minuten-Takt verkehrt. Aufgrund der hohen Auslastung wurden zu Jahresbeginn zu den Spitzenzeiten morgens und am Nachmittag Gelenkbusse mit höherer Passagierkapazität eingesetzt (wir berichteten). Zum Jahresende steht die Neuausschreibung für die kommenden vier Jahre an, informierte Goldes.

Die Gesamtkosten von 703 000 Euro teilen sich der Landkreis, die Flughafen München Gesellschaft (FMG), die Gemeinde Oberding und die Stadt Erding, wobei die FMG mit 110 000 Euro den Löwenanteil trägt. Laut Goldes bleibt es jährlich bei 45 000 Euro als Kostenpart der Stadt.

Im Ausschuss nicht zur Sprache kamen die Pläne, zusätzlich Expressbusse einzusetzen, die über die Flughafentangente Ost direkt an den Moos-Airport fahren. Die wiederum würden die Kosten nach oben treiben.

Rainer Mehringer (FW) zeigte sich verwundert, dass beide Linien trotz guter Auslastung ein Zuschussgeschäft blieben. OB Max Gotz (CSU) erklärte, ÖPNV sei immer auf öffentliche Gelder angewiesen. Eine der wenigen Strecken in Deutschland, die nahezu kostendeckend seien, sei die Bahnstrecke München–Dorfen–Mühldorf–Freilassing.

Thomas Schmidbauer (Erding Jetzt) wünschte sich eine Busverbindung Erding–Flughafen–Freising. Dann wäre die Auslastung noch besser. Goldes erwiderte, durch die längeren Fahrtwege müsste das Unternehmen Scharf mehr Busse einsetzen, was wiederum den finanziellen Aufwand erhöhe.  ham

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