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Nach Wirecard-Insolvenz funktioniert der Erdinger Kommunalpass nicht mehr

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3ee88a08-7d5d-439f-8433-dac0e3d7428b.jpg © Vroni Vogel

Das Landratsamt muss die Leistungen an Asylbewerber am Dienstag bar auszahlen. Die spezielle Erdinger Lösung mit der Kommunalpass-Karte ist durch die Insolvenz Wirecard lahmgelegt.

Erding – Die Insolvenz von Wirecard hat den DAX beben lassen, und es wird wegen verschwundener 1,9 Milliarden Euro ermittelt. Nun haben deswegen auch noch die Asylbewerber im Landkreis Erding Schwierigkeiten: Ihr Kommunalpass funktioniert nicht mehr. Das Landratsamt muss die Leistungen ab Dienstag vorerst bar auszahlen.

Gut vier Jahre nach ihrer heftig umstrittenen Einführung funktionierte die Bezahlkarte für Asylbewerber mittlerweile geräuschlos. Doch Sodexo als Betreiberunternehmen des Kommunalpasses war auf Wirecard als Dienstleister angewiesen. Nach einer Pressemitteilung des Landratsamtes ist die Nutzung des Kommunalpass-Systems für die Asylbewerber im Landkreis Erding derzeit nicht möglich.

Die Regelsätze werden am Dienstag im Landratsamt bar an die rund 600 leistungsberechtigten Bedarfsgemeinschaften ausgezahlt. Dabei handelt es sich insgesamt um einen niedrigen sechsstelligen Betrag pro Monat. Zu diesem Zweck wird ein Schalter im Foyer des Landratsamtes eingerichtet, an dem Leistungsberechtigte eine Auszahlungsanordnung erhalten. Der Betrag kann im Anschluss an einem eigens dafür geöffneten Kassenschalter abgeholt werden. Es ist dringend erforderlich, die nötigen Mindestabstände einzuhalten und eine Mund-Nasenbedeckung zu tragen.

Ein finanzieller Schaden ist dem Landkreis durch die Nutzung des Sodexo-Systems und der Insolvenz des Dienstleisters nach der Pressemitteilung nicht entstanden. Nun wird ein neuer Anbieter für den Erdinger Sonderweg bei der Auszahlung von Leistungen an Asylbewerber gesucht. 

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