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Fasching drinnen fällt aus

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Von: Hans Moritz

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Der Kasperl kommt: Dieter Jäckel, Detlef Felixberger, Benjamin Löffelmann, Hannes Dornauer (v. l.) sowie Michael Galler und Thorsten Neidlein (auf der Leiter) hängten am Mittwochnachmittag das Narrhalla-Wahrzeichen am Frauenkircherl auf. © Hans Moritz

 Nein, vollends wollen sie sich dem vermaledeiten Virus nicht unterwerfen. 

Erding - Deshalb hat die Narrhalla Erding am Mittwochnachmittag demonstrativ dem Turm des Frauenkircherls das traditionelle Kasperlkostüm übergestreift – mit dem Orden des Prinzenpaars Hannes Dornauer und Melanie Adam als Hannes I. von Erding und Tirol und Melanie I.von Berg und Insel.

Doch es steht fest: Der Kaschperl wird Mahnmal eines Faschings sein, der wegen der Corona-Pandemie zum zweiten Mal ausfällt. Ein Fünkchen Hoffnung bleibt Präsident Detlef Felixberger und seinen Vizes Dieter Jäckel und Simon Gotz.

Der Fasching hat noch nicht begonnen, da herrscht bei der Narrhalla eine Stimmung wie sonst am Aschermittwoch: Ernüchterung. Die Präsidenten und Schatzmeisterin Sarah Wille teilen mit, dass die Narrhalla „aufgrund der Corona-Verordnungen und aus Verantwortung für die Gesundheit der Gäste und aktiven Mitglieder“ beschlossen habe, heuer alle Faschingsveranstaltungen in Innenräumen abzusagen. Davon betroffen, so Felixberger, sind vor allem der Gala- und Prinzenball, aber auch die Reiherorden-Sitzung. Die Verleihung des Reiherordens an die Klinikclowns Bayern werde auf 2023 verschoben.

Doch ganz gibt die Narrhalla die fünfte Jahreszeit noch nicht verloren: „Von der Absage ist die Narrenschranne ausdrücklich noch nicht betroffen“, stellt der Präsident klar. „Sollte sich die Möglichkeit bieten, verantwortungsvoll eine Veranstaltung unter freiem Himmel durchzuführen, werden wir diese nutzen. Denn wir denken, dass gerade in Zeiten der Pandemie Frohsinn und Humor wichtig sind.“ Lachen haben die Menschen schon immer zusammengeführt. Und auch das Prinzenpaar steht bereit, wenn doch was geht.

Dennoch ist die Absage eine harte Entscheidung, hatten 150 Ehrenamtliche doch bereits das volle Programm einstudiert. Auch weiß man um den wirtschaftlichen Schaden für Veranstaltungsorte, Musiker und Techniker.

Damit bald wieder regulär gefeiert werden kann, appelliert die Narrhalla an alle: „Geht’s impfen!“ ham

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