Nach erfolgreicher Erprobung in Augsburg, Ebersberg und Landshut nimmt das Netzwerk Generation 55 plus des Landwirtschaftsministeriums auch in Erding die Arbeit auf. 
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Großes Interesse der Zielgruppe herrschte bei der Auftaktveranstaltung des Netzwerks Generation 55 plus. Das freute besonders Ingrid Steininger (2. v. l.), Ansprechpartnerin für das Projekt im AELF.

Ernährung und Bewegung

Netzwerk Generation 55 plus: Vollkornbrot und ein Tanz zu Techno-Musik

Nach erfolgreicher Erprobung in Augsburg, Ebersberg und Landshut nimmt das Netzwerk Generation 55 plus des Landwirtschaftsministeriums auch in Erding die Arbeit auf. 

Erding – Das Netzwerk Generation 55 plus nimmt nun auch in Erding seine Arbeit auf. Durch das Projekt des bayerischen Landwirtschaftsministeriums sollen „Menschen ab 55 Jahren durch gesundheitsfördernde Angebote zu einer ausgewogenen Ernährung und mehr Bewegung im Alltag motiviert werden“, heißt es seitens des Amts für Ernährung, Wirtschaft und Forsten (AELF) Erding. Das Projekt wurde bereits in Augsburg, Ebersberg und Landshut erprobt. Die Einführung in Erding und neun weiteren Amtsbereichen folgt nun.

Zur Auftaktveranstaltung kamen regionale Akteure der Präventions- und Seniorenarbeit in der Landwirtschaftsschule zusammen, um sich ein genaueres Bild zu machen. Behördenleiter Otto Roski begrüßte die etwa 25 Gäste. Um zu zeigen, wie wichtig das Thema „55 plus“ ist, machte er auf die Altersstruktur seiner eigenen Behörde aufmerksam: „Gut zwei Drittel unserer Mitarbeiter werden in den nächsten zehn Jahren in Rente gehen.“ Zudem sei prognostiziert, dass bis 2034 jeder dritte Mensch in Bayern über 60 Jahre alt sein werde.

„In den Medien hat dieses Thema nicht den Stellenwert, den es haben sollte. Aber es besteht viel Diskussionsbedarf.“ Mit dem Netzwerk Generation 55 plus will das AELF ältere Menschen vor allem zusammenbringen. Sie sollen Kontakte knüpfen und Erfahrungen austauschen. Durch gesunde Ernährung und Bewegung sollen die Senioren möglichst lange unabhängig und mobil leben können.

Die Vorstellung des Projekts übernahm Ingrid Steininger. Die Ernährungswissenschaftlerin ist seit September im AELF Erding als Ansprechpartnerin für das Netzwerk tätig. Zwei Besonderheiten hatte sie sich zusammen mit ihren Kollegen für den ersten Termin ausgedacht: Genussinseln und ein Bewegungszimmer.

An drei Tischen waren verschiedene Lebensmittel ausgestellt – Brotsorten, Öle, aromatisiertes Wasser, Gewürze, Gemüsestangen mit Kräuter-Dip, Früchte-Müsli. Einerseits informierte Ernährungswissenschaftlerin Natalie Walter darüber, wie man köstlich und gesund essen und trinken kann: „Im Alter lässt der Geschmackssinn ein wenig nach. Weißbrot schmeckt irgendwann nach nichts. Vielleicht ist da Vollkorn eine gute Alternative. Es schmeckt intensiv und hat wertvolle Nährstoffe.“ Andererseits durften die Gäste die Lebensmittel kosten. Zudem lagen Rezepte zum Mitnehmen aus, mit denen selbst eher unbegabte Hobbyköche schnell und einfach Gesundes zubereiten können.

Im Bewegungszimmer wartete Sportpädagogin Ines Eisenbart auf die Senioren. Sie arbeitete bereits beim Projekt „Junge Familie“ mit dem AELF zusammen. „Wir tanzen jetzt zu Techno-Musik“, meinte sie und startete die Musik, alle „Wie jetzt?“-Blicke ignorierend. Schritt vor, Schritt zurück, nach den Sternen greifen, das Handy suchen. Aus ganz alltäglichen Bewegungen machte sie Tanz-Moves, und als das Lied zu Ende war, waren die Teilnehmer außer Puste.

In erster Linie hat das AELF ein halbjähriges Programm erstellt. Nach Absprache mit Ansprechpartnerin Steininger seien weitere Veranstaltungen, auch in den Gemeinden, möglich. Im zweiten Halbjahr soll das Angebot dann auf den Landkreis Freising ausgeweitet werden. Die nächste Veranstaltung mit dem Titel „Ernährung für starke Knochen“ findet am Mittwoch, 25. März um 14.30 Uhr im AELF Erding statt.

Weitere Infos sind demnächst im Internet unter www.aelf-ed.bayern.de abrufbar. Das Programm liegt bereits im AELF, Dr.-Ulrich-Weg 4 in Erding, aus.

Mayls Majurani

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