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So sieht der Entwurf für die neue Halle (im Modell in der Mitte zu sehen) aus, den hier Arnd Ru dolph und Stefanie Fuchs von der Partnergesellschaft Fuchs und Rudolph sowie OB Max Gotz (v. l.) zeigen. 

Neubau am Lodererplatz

Neue Mehrzweckhalle in Erding: Platz für Sport, Kultur und hungrige Schüler

Platz für Sport, Kultur und hungrige Schüler: Die Turnhalle der Mittelschule am Lodererplatz wird durch eine moderne Mehrzweckhalle ersetzt. Jetzt wurde der Wettbewerbssieger vorgestellt.

Erding –Bekommen Stadthalle und Semptsporthalle Konkurrenz? Die Turnhalle der Mittelschule am Lodererplatz wird durch eine Mehrzweckhalle ersetzt. Oberbürgermeister Max Gotz und Stadtbaumeister Sebastian Henrich stellten den Sieger des Architekturwettbewerbs gestern Vormittag in der Turnhalle der Carl-Orff-Grundschule in Altenerding vor – zusammen mit den Gewinnern, Arnd Rudolph, Stefanie Fuchs und Markus Rüdiger von der Partnergesellschaft Fuchs und Rudolph aus Untergiesing.

Schulsport und Platz für eine Mensa

Neben der täglichen Nutzung für den Schulsport wird es in der Halle auch eine Mensa für die angrenzende Mittelschule geben. Auch kulturelle Veranstaltungen sollen hier in unmittelbarer Innenstadtnähe stattfinden. Gotz betonte aber: „Wir wollen keine Konkurrenz zur Stadthalle schaffen.“ Am Lodererplatz werde es nach seiner Schätzung 15 bis 20 kulturelle Veranstaltungen pro Jahr geben.

Darüber hinaus seien auch Wettkämpfe der Sportvereine möglich. Bislang geht das in Erding nur in der Semptsporthalle, die anderen Hallen besitzen keine Tribünen. Auch die im Bau befindliche Gerd-Vogt-Sporthalle in den Geislinger Ängern besitzt – aus Kostengründen – keine Zuschauerränge (wir berichteten). Die neue Mehrzweckhalle hingegen wird auf der Tribüne Platz für 780 Menschen bieten. Bei kulturellen Veranstaltungen kann die Kapazität mit Bestuhlung auf bis zu 1640 Plätze steigen.

44 Bewerbungen sind eingegangen

Die Entscheidung für den Entwurf der Partnergesellschaft Fuchs und Rudolph sei nicht einfach gewesen, bemerkte Gotz. Nach der europaweiten Bekanntmachung des Wettbewerbs im Juli seien 44 Bewerbungen eingangen, die Hälfte davon aus dem Großraum München. Daraus wurden 16 Architekturbüros ausgewählt, die am Wettbewerb teilnehmen durften. 15 hätten Pläne und Modelle abgegeben, den Zuschlag bekam schließlich das Untergiesinger Büro Fuchs und Rudolph.

Gotz sei dabei besonders wichtig gewesen, dass die neue Mehrzweckhalle ins Stadtbild passt: „Es ist eine sehr schöne Lage, unmittelbar an der Sempt, und wenn man den Fluss überquert ist man sofort in der Altstadt.“

Anhand der ausgehängten Pläne zeigte Stadtbaumeister Henrich, wie gut die Logistik in der Halle konzipiert ist: „Im Eingangsbereich ist ein großes Foyer mit Garderobe. Direkt darunter befindet sich ein weiteres Foyer.“ Besonders bei kulturellen Veranstaltungen mit über 1000 Gästen sei es wichtig, genügend Freiflächen zu haben, merkte Architekt Arnd Rudolph an: „Wir mussten uns das alles gut überlegen. Nach ein paar Anläufen ist es uns aber gut gelungen.“

Der Anlieferungsbereich muss unkompliziert sein

Dafür erhielt seine Gesellschaft auch ein großes Lob von Stadtbaumeister Henrich: „Wenn 1500 Menschen kommen, muss das alles durchdacht sein, wohin sie gehen. Es darf keinen Stau direkt am Eingang der Halle geben.“ Auch der Anlieferungsbereich müsse unkompliziert sein. „Wenn zum Beispiel eine Monika Gruber kommt, kommt sie mit viel Equipment und Bühnentechnik. Es muss für jeden angenehm sein.“

Den nächsten Schritt im Projekt erklärte der OB: „Nächstes Jahr werden wir hoffentlich die Planung abschließen und dann entsprechende Fachleute finden. Tontechnik, Lichttechnik oder Brandschutz sind kostspielige Themen, und wir wollen da nichts falsch machen. Wenn alles geplant ist, können wir mit dem Abriss der aktuellen Turnhalle beginnen.“

Einen Namen für die Halle gebe es zwar noch nicht, doch Gotz verriet der Heimatzeitung: „Nur der Begriff Mehrzweckhalle ist diesem Projekt meiner Meinung nach nicht gerecht.“ Deshalb könne er sich vorstellen, den Bau nach einem verdienten Bürger zu benennen. „Wir haben aber noch Zeit, uns in Ruhe Gedanken darüber zu machen.“ Dabei könne er sich auch vorstellen, die Bevölkerung in die Entscheidung mit einzubeziehen.

Die Wettbewerbsentwürfe und -modelle

können heute, Dienstag, 3. Dezember, und morgen, Mittwoch, 4. Dezember, von 13 bis 16 Uhr in der Turnhalle der Carl-Orff-Grundschule besichtigt werden.

Mayls Majurani

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