Der Bebauungsplan im Südlichen Thermengarten: Die einzelnen Baugrundstücke sollen im Bieterverfahren verkauft werden.

„Es wird Streit gesät“

OB Max Gotz verteidigt Baugrund-Verkäufe im Südlichen Thermengarten

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Dass die Verkäufe der Grundstücke im Südlichen Thermengarten kritisiert werden, kann OB Gotz nicht verstehen. Er weist die Kritik mit deutlichen Worten zurück.

Erding – Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) hat die Entscheidung des Stadtrats, acht Bauplätze im Neubaugebiet Südlicher Thermengarten in einem Bieterverfahren zum Höchstpreis auf dem freien Markt zu vergeben und die Kritik daran scharf zurückgewiesen. Die Berichterstattung unserer Zeitung sowie zahlreiche Beiträge in den Sozialen Netzwerken würden Stadtrat und Verwaltung diffamieren, empörte sich der OB im Strukturausschuss des Stadtrats. Dagegen verwahre er sich nachdrücklich.

„Die guten Intentionen der Stadt werden nicht ansatzweise anerkannt. Das trägt dazu bei, dass in der Stadt Streit gesät wird. Das hat der Stadtrat wahrlich nicht verdient“, erklärte er. Gotz erinnerte an das Einheimischenmodell mit 300 Euro Basispreis pro Quadratmeter („Das gibt es in der ganzen Region nicht.“), an die 70 Wohneinheiten der Wohnungsbaugesellschaft und an die Bauplätze der Oberbayerischen Heimstätte, beide ebenfalls mit einem Grundpreis von 300 Euro. „Dabei haben wir uns nicht nur Belegungsrechte gesichert, sondern uns auch Kostenvorteile verschafft. Die Preise orientieren sich am derzeit gültigen Mietspiegel.“ Er finde es schade, „dass die Kommunalpolitik hier ganz bewusst beschädigt wird“.

Stadt verkauft um nicht auf Kosten sitzen zu bleiben

Gotz erinnerte daran, dass die Kommunen verpflichtet seien, nach dem Verkehrswert zu verkaufen – auf Basis der Bodenrichtwerte des Landkreises. Und er verwies auf die Gemeinde Moosinning, wo, wie berichtet, Notarverträge aus genau diesem Grund nicht zustande kommen. Im Thermengarten, so Gotz weiter, gehe es gerade einmal um sechs Prozent der Gesamtfläche. Die Stadt verkaufe diesen kleinen Teil auch deshalb auf dem freien Markt, „weil wir auf den Lasten für das soziale Angebot von Krippe über den Hort bis zum Friedhof sitzen bleiben“. Die Planungsgewinne verblieben sonst bei den Grundstückseigentümern und den Bauträgern. Der vom Stadtrat einstimmig eingeschlagene Weg refinanziere diese Ausgaben zu einem Teil.

Gotz gab sich kämpferisch: „Wir lassen uns nicht entmutigen, sondern gehen auf diesem Weg weiter.“

Hans Moritz

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