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Vorfahrt für die Überlandbusse: Das Angebot soll ab 2021 erneut ausgebaut werden. 

Landkreis und Gemeinden bauen Netz aus – Zusätzliche Verkehre ab Dezember

Mehr Busse und längere Linien

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Ab Dezember gibt es im Landkreis Erding noch mehr Möglichkeiten, statt mit dem Auto mit dem Bus zu fahren.

Erding – Nur wenn das ÖPNV-Netz dicht geknüpft ist und die Busse nicht nur während der Kernzeit fahren, steigen die Bürger vom Auto in den Bus um. Zum Fahrplanwechsel im Dezember sollen einige Linien ausgebaut und teils verlängert werden. Das beschloss der Verkehrsausschuss des Kreistags auf der Basis der eingereichten Fahrplanwünsche durch die Kommunen einstimmig.

Auch Verbände wie der Verkehrsclub und der Bund Naturschutz hatten Vorschläge eingereicht. Der Kreis übernimmt nach einem Beschluss vom Mai 2018 70 Prozent der Mehrkosten, sofern mindestens drei an einer Strecke liegenden Gemeinden die verbleibenden 30 Prozent bezahlen.

Linie 505 Mittbach–Isen–Markt Schwaben

Im Verkehrsausschuss berichtete Katrin Neueder von der Kreisentwicklung im Landratsamt, dass auf dieser Linie „Bedienlücken im Fahrplan“ geschlossen würden. Das Angebot für Fahrgäste aus Mittbach, Pemmering und Burgrain in Richtung Markt Schwaben steigt von fünf auf zwölf Fahrten. In der Gegenrichtung sind es dann neun statt vier Fahrmöglichkeiten.

Wer von Isen nach Markt Schwaben will, hat dazu statt elf 16 Verbindungen. Wird der Fahrplan in die Abendstunden ausgedehnt, entfällt das Ruftaxi.

Zusätzliche Fahrten ab Mittbach sind um 5.00, um 8.20, um 15.32, um 17.32, um 19.32 und um 20.32 Uhr geplant; am Wochenende um 9.10 Uhr. Die neuen Abendfahrten um 20.22 und um 21.12 Uhr verkehren als Ruftaxi 5050.

Linie 562 Taufkirchen–Inning–Erding

An Wochenenden und Feiertagen kommen laut Fachbereichsleiterin Neueder drei Fahrten hinzu. „Diese Linie wird sehr gut nachgefragt, auch am Wochenende.“ Deswegen sei der Ausbau gerechtfertigt und wünschenswert.

Die drei zusätzlichen Verbindungen montags bis freitags sind um 15,10, um 21.10 und um 22.30 Uhr geplant, an Sonn- und Feiertagen um 10.10, um 16.10 und um 21.50 Uhr. In der Gegenrichtung ab Erding sind diese Fahrten neu: 10.14, 20.14, und 21.54 Uhr, an Sonn- und Feiertagen um 9.14, 16.54 und 21.14 Uhr.

Linie 567 Dorfen–St. Wolfgang–Isen–Erding

Hier soll der Takt mit einer zusätzlichen Fahrt montags bis freitags sowie einer weiteren abends verdichtet werden. Landratsamt und MVV prüfen, ob eine Abendfahrt um 20.33 Ur möglich ist und dafür die Verbindungen um 20.15 und um 21.15 Uhr ab Erding entfallen können.

In Richtung Dorfen wird es zusätzlich zu den neuen Fahrten eine Verlängerung der 19.15-Uhr-Fahrt von Erding bis Dorfen geben. Derzeit ist in Isen Schluss. Neu aufgebaut werden soll ein Angebot an Samstagen.

Zusätzlich von Dorfen nach Erding soll es werktags um 9,58, 19.18 und 20.18 Uhr gehen sowie in der umgekehrten Richtung um 8.53, 20.13 und 21.13 Uhr.

Linie 568 Markt Schwaben–Finsing–Moosinning–Erding

Neueder kündigte Verschiebungen im Fahrplan an, „damit wir die Pünktlichkeit erhöhen können“. Es solle mehr Verbindungen geben, um Fahrplanlücken zu schließen. Rufbus-Haltestellen werden zu festen Zusteigepunkten umgewandelt. Allerdings, berichtete Neueder, verlängern sich die Fahrtwege, um die Busse durchgängig bis Erding beziehungsweise Markt Schwaben fahren zu lassen. Neu eingeführt werden sollen zusätzliche Fahrten am späten Nachmittag beziehungsweise Abend sowie vormittags.

Werktags gibt es ab Markt Schwaben diese neuen Fahrten: um 8.16 und 11.16 Uhr. Angefahren werden dann auch die Haltstellen Neufinsing Rathaus, Seestraße, An der Dorfen, Eicherloh und Oberneuchingermoos. In der Gegenrichtung kommen die Abfahrtszeiten 18.06 und 20.16 Uhr hinzu.

In der Gegenrichtung findet die Taktverdichtung um 8.25, 9.25, 10.25, 17.05, 17.55, 19.25 und 20.05 Uhr dazu.

Stephan Treffler (ÖDP) freute sich, „dass wir erneut ausbauen“. Gertrud Eichinger (SPD) sprach von einer „guten Strategie, das Netz zu erweitern, weil der ÖPNV nur so besser angenommen wird“. Man müsse aber Geduld haben, bis das Angebot genutzt werde. „Dafür müssen wir intensiv werben“, verlangte die Finsingerin. Die Kosten dürfe man nicht scheuen, „auch wenn wir wegen Corona finanziell ungewissen Zeiten entgegengehen“. Gemeinden und Landkreis leisteten hier einen „unverzichtbaren Beitrag“.

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