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Keinen freundlichen Empfang bildeten Polizei, Ordnungsamt und ein Abschleppunternehmern den Falschparkern am Kronthaler Weiher. So viel Präsenz schreckte ab. 

Klares Signal an die Parkrowdys

Nach Park-Chaos am Kronthaler Weiher: Polizei und Ordnungsamt bremsen aus

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Geht doch: Nachdem sich am Samstag Polizei, Ordnungsamt und Abschlepper auf den Zufahrtsstraßen zum Kronthaler Weiher postiert hatten, hielten sich die Badegäste an Halteverbote und Rettungszufahrten.

Erding – Dieser „Empfang“ war ein klares Signal an die Parkrowdys am Kronthaler Weiher: Polizei, Ordnungsamt und ein Abschleppunternehmen hatten sich am Samstag gut sichtbar auf den Zufahrtsstraßen postiert. Prompt hielten sich die Badegäste an Halteverbote und Rettungszufahrten.

Die Behörden hatten auf das Chaos am vergangenen Wochenende reagiert. Die Polizei war zeitweise mit drei Streifen präsent, das Ordnungsamt mit einem Bus. Vize-Inspektionsleiter Harald Pataschitsch hatte seine Kollegen angewiesen, die Knöllchen auf 70 Euro zu verdoppeln, weil angesichts der eindeutigen Schilder und der angekündigten Kontrollen von vorsätzlichem Handeln auszugehen seien. Zudem hatte er angeordnet, besonders rücksichtslose Falschparker unverzüglich abzuschleppen.

Kronthaler Weiher: „Es war alles ruhig und gab keine Probleme“

Diese Drohung wirkte, die Zufahrten zum Erholungsgebiet blieben frei. „Wir haben am Morgen einige Fahrer angesprochen und verwarnt“, berichtet ein Mitarbeiter des Ordnungsamts. Alexander Genstorfer, Wachleiter der Wasserwacht, berichtete: „Es war alles ruhig und gab keine Probleme.“

Oberbürgermeister Max Gotz machte sich am Mittag selbst ein Bild von der Situation. „Manche verstehen es leider nur so. Das ist schade, zumal die Mitarbeiter des Ordnungsamts wegen einiger Rücksichtsloser auch am Wochenende Dienst tun mussten.“ Auch künftig soll an schönen Tagen verstärkt überwacht werden.

Viele Erholungssuchende fragen sich, warum der Bau von etwa 300 zusätzlichen Parkplätzen so lange dauert. Dazu heißt es aus dem Stadtrat, dass es zunächst Widerstand seitens der Anlieger gegeben habe. Zudem muss jeder Kubikmeter Erde in diesem Bereich auf Altlasten untersucht werden. 

Lesen Sie dazu auch:

Auch an anderen Badeweihern ist das Zuparken von Rettungswegen ein Problem - jüngst etwa am Wörther Weiher. 

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