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Den Vertrag unterzeichneten Landrat Martin Bayerstorfer und BRK-Kreisgeschäftsführerin Gisela van der Heijden.

Landkreis erteilt BRK-Kreisverband den Zuschlag – Vorübergehende Notversorgung

Pflegekrisendienst startet am 1. Februar

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Das Bayerische Rote Kreuz baut seine Führungsrolle im sozialen Netz des Landkreises weiter aus. Nach der Trägerschaft für das Bürgerhaus am Rätschenbach und der Übernahme des Covid-19-Impfzentrums in Erding kommt nun eine neue Aufgabe hinzu: Der BRK-Kreisverband Erding übernimmt auch den Pflegekrisendienst des Landkreises.

Erding – Los geht es am 1. Februar. Nach Angaben von Landrat Martin Bayerstorfer handelt es ich um ein bayernweit einmaliges Projekt, das sich vorerst in einer einjährigen Testphase befindet. Ursprünglich hatte der Landkreis, wie berichtet, einen ambulanten Pflegedienst im Visier.

„Der Krisendienst ist mir persönlich ein wichtiges Anliegen, um die Gesundheitsversorgung unserer Bürger weiter zu stärken“, sagte Bayerstorfer bei der Vertragsunterzeichnung mit BRK-Kreisgeschäftsführerin Gisela van der Heijden. Das BRK nannte er einen „zuverlässigen und engagierten Partner“.

In Anspruch genommen werden kann das neue Angebot vorerst nur in den Gemeinden Berglern, Bockhorn, Buch, Fraunberg, Hohenpolding, Inning, Kirchberg, Langenpreising, Moosinning, Oberding, Ottenhofen, Steinkirchen, Taufkirchen, St. Wolfgang und Wörth, die sich an den Kosten beteiligen. Der Landkreis trägt den Löwenanteil – 40 000 Euro.

Der Pflegekrisendienst kümmert sich etwa nach einem Klinikaufenthalt temporär um zu Pflegende, wenn kein anderer Dienst oder ehrenamtliche Helfer bereitstehen. „Wir bieten damit eine Art Notversorgung an, die einer pflegerischen Grundversorgung in nichts nachsteht“, so van der Heijden. Erreichbar ist er ab 1. Februar, 12 Uhr, rund um die Uhr unter Tel. (0 81 22) 97 62 82. Von 12 bis 20 Uhr ist das Telefon mit Pflegefachkräften besetzt. ham

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