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Gesellschaftlicher Höhepunkt: Junioren-Bundestrainer Mitja Zastrow (l.) und die deutschen Nachwuchsschwimmer mit Amelie Zachenhuber (5. v. r.) waren zum Abschluss der Wettkämpfe im russischen St. Petersburg zu einem Gala-Abend eingeladen.

Deutsche Nachwuchsschwimmer in Russland

Zachenhubers Reise: Von Regensburg nach Petersburg

Erst schwamm Amelie Zachenhuber in Regensburg, dann erhielt sie eine Einladung nach St. Petersburg – von einem ehemaligen sowjetischen Weltklasse-Schwimmer.

Erding Nicht nur Emma Grichtmair und Anna Herbst waren zum Jahreswechsel bei diversen Schwimmwettkämpfen aktiv, auch Amelie Zachenhuber. Die Reisenerin, die ebenso wie Grichtmair für den SC Prinz Eugen München startet, ging in Regensburg ins Schwimmbecken.

Allerdings waren für Zachenhuber (Jahrgang 2004) die Starts in der Oberpfalz eher als bessere Trainingseinheit anzusehen. Dementsprechend bescheiden waren die Ergebnisse für die zielstrebige Reisenerin. Doch dies hatte mehrere Gründe. Zum einen hatte sie ihr Trainerteam auf diesen Wettkampf nicht explizit vorbereitet, zum anderen fehlte die Konkurrenz, die der Ausnahmeathletin hätte Paroli bieten können. „Aber wenn du mehrere Sekunden vorne weg schwimmst und dir tut alles weh vom letzten 7,5-Kilometer-Training vom Vortag – dann geht man nicht automatisch an die Grenzen“, erklärte Zachenhuber.

Positiv jedoch war, dass es in der so genannten Ratisbona-Wertung Geldpreise für diejenigen gab, die in einer Lage die meisten Punkte über die jeweilige 50-, 100- und 200-m-Distanz gesammelt haben. So startete die Reisenerin auf den Freistil- und Schmetterlingsstrecken, um Punkte zu sammeln, gewann beide Wertungen und kassierte somit 200 Euro Preisgeld.

Viel spannender war dann wenige Tage später eine Wettkampfreise nach St. Petersburg. Die Einladung zum Salnikov-Cup erfolgte von Vladimir Salnikov selbst. Der ehemalige sowjetische Weltklasse-Schwimmer lud eine Abordnung von zehn Nachwuchsathleten des National-Teams nach Russland ein. Begleitet wurden die Schwimmer von Mitja Zastrow, dem Bundestrainer der Junioren.

Für Zachenhuber standen die 50 und 100 m Freistil und Schmetterling auf dem Programm, in einem hauptsächlich von russischen Athleten dominierten Teilnehmerfeld auf Weltklasse-Niveau.

Doch auch in St. Petersburg merkte die 15-jährige Reisenerin, dass die Trainingsumstellung noch nicht perfekt abgeschlossen ist, da sie oft noch hinter ihren bisherigen Bestzeiten blieb. Mit ihren Ergebnissen vom Salnikov-Cup war sie dennoch zufrieden, denn sie landete stets im guten Mittelfeld.

Ein echter Höhepunkt war dann abseits des Wettkampfgeschehens, ein Gala-Abend, für den sich alle Athleten noch einmal richtig herausgeputzt hatten.

Aleksandra Scharfe

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