Erding als Reiseziel immer beliebter

Erding - 2010 wird als Rekordjahr in die Tourismusgeschichte Erdings eingehen. Im Oktober wurden zum zehnten Mal in Folge Zuwachsraten im Vergleich zu 2009 erzielt.

Einziger Makel der Oktober-Zahlen, die Günther Pech vom Stadtmarketing jetzt vorgelegt hat: In Freising, zuletzt immer deutlich hinter Erding, sind die Zuwächse größer. Knapp 18 9000 Gäste trafen im Oktober in der Stadt Erding ein und blieben 31 600 Nächte, ein Plus von 24,2 und 22,5 Prozent. Im Landkreis waren es 46 300 Ankünfte und 81 200 Übernachtungen, was einer Mehrung um 9,5 beziehungsweise 20,7 Prozent entspricht.

Die 1315 Betten in der Stadt und die 4819 im Landkreis waren zu 77,6 und 54,4 Prozent ausgelastet - Werte, mit denen laut Pech allenfalls die Stadt München mithalten kann. Wer im Oktober nach Erding kam, blieb im Schnitt 1,8 Tage, auch das ist überdurchschnittlich.

Seit Jahresbeginn haben laut Pech knapp 142 000 Touristen die Stadt und 402 000 den Landkreis Erding besucht - ein Plus von 32,1 beziehungsweise 19,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere auf Landkreis-Ebene liegt Erding damit zwar deutlich hinter Freising mit 387 000 Ankünften. Allerdings ist dort der Tages-Tourismus deutlich stärker ausgeprägt. Denn bei den Übernachtungszahlen liegt Erding klar vorne. Auch die Bettenauslastung ist hier deutlich besser. Im überregionalen Vergleich kann einmal mehr nur München Schritt halten.

Mittlerweile liegen auch die Zahlen für das Sommerhalbjahr vor. Die Angaben des Statistischen Landesamtes decken sich mit denen der Therme. Die viel zu kalte und nasse Hauptreisezeit hat ihr ein volles Haus und der Region gut ausgelastete Quartiere beschert. Im Sommer wurden in der Kreisstadt knapp 100 000 Gäste gezählt, die es auf 166 000 Übernachtungen brachten, ein Plus von jeweils rund einem Drittel. Beim jüngsten CSU-Stammtisch in Eichenkofen sagte Erdings Bürgermeister Max Gotz: „Ich rechne mit weiteren Zuwächsen.” Dabei bezieht er sich auf Prognosen von Thermen-Gründer Josef Wund. Der ist sich sicher: Der Trend zum Kurzurlaub wird wegen steigender Reisekosten weiter anhalten. Weiteren Auftrieb erhoffen sich Gotz und Pech auch aufgrund der Expansionspläne der Therme. Die Familie Wund liebäugelt mit dem Bau eines Thermenhotels mit einer weiteren Badelandschaft, die die Zusammenlegung der alten Therme mit dem Rutschenpark Galaxy zu einem Familienbad zur Folge haben wird. ham

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare