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Neues Dach, neuer Anstrich: Die Herzog-Tassilo-Realschule in Erding ist in die Jahre gekommen.

Dach muss erneuert werden – Das Neue bekommt dann eine Photovoltaikanlage

Sanierungsfall Herzog-Tassilo-Realschule

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Der Herzog-Tassilo-Realschule in Erding geht es buchstäblich nass ein. Ihr Dach stammt aus dem Jahr 1965, der Zahn der Zeit hat in den über 55 Jahren einige Löcher in die Haut genagt. Jetzt ist sie ein Sanierungsfall. Die ersten Schritte beschloss gestern der Bauausschuss des Kreistags.

Erding – „Die Dächer auf dem nördlichen und westlichen Gebäudetrakt des Altbaus mit dem Eingangsbereich sind schadhaft und müssen erneuert werden“, betonte Architekt Markus Schertler. Der Dachaufbau soll bis zur tragenden Betondecke rückgebaut und entsorgt werden. Ebenso werden die Attikaverblechungen abgebrochen. Sie haben sich laut Schertler so verformt, dass Wasser die Fassade hinunterläuft und diese verschmutzt. Im Winter fielen schon mal kleine Eisplatten von der Attika in den Hof.

Stattdessen sieht der Planer auf der Abdichtung mit Dampfsperre eine Gefälledämmung mit Foliendach vor. Die Entwässerungseinrichtungen werden um Notüberläufe ergänzt, die Attikaverblechung erneuert.

Schertler versprach, dass das Dach danach erheblich besser gedämmt sei. Es passiert noch mehr in Richtung nachhaltiges Bauen: Bisher verfügt die Herzog-Tassilo-Realschule über keine Photovoltaikanlage. Der Landkreis prüft aber bei jeder Baumaßnahme, ob regenerative Energiequellen geschaffen werden können. Das Schulhaus an der Münchener Straße bekommt nach Angaben von Matthias Huber von der Liegenschaftsverwaltung eine flächendeckende PV-Anlage mit einer Leistung von 57 kWp – für den Eigenbedarf. Sie soll im Jahr etwa 57 000 Kilowattstunden Energie liefern, der Gesamtbedarf der Schule liegt laut Huber bei 120 000 kWh. In diesem Zuge ist auch ein neuer Blitzschutz erforderlich,

Weil für die Arbeiten ein Gerüst aufgestellt werden muss, will der Landkreis die Gunst die Stunde nutzen, um die Außenfassade neu zu streichen.

Für die Maßnahme hat der Kreistag 620 000 Euro im Haushalt beschlossen – aus dem Bauunterhalt. Für die Photovoltaikanlage stehen 155 000 Euro im Vermögensplan. Christian Pröbst (CSU) regte an, den Einbau eines Energiespeichers zu prüfen. Rosmarie Neumeier-Korn (FDP) und Maria Feckl (Grüne) regten eine Dachbegrünung an. Der Antrag fiel aber wegen möglicher statischer Probleme durch,

Noch im März soll das Projekt ausgeschrieben werden, saniert wird dann im Sommer.  ham

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