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Für Begeisterung sorgte die Lasershow auf dem dicht bevölkerten Schrannenplatz, die Alternative der Stadt Erding zum Feuerwerk. Vor dem Lichtspektakel hieß es „Alles Walzer“. Die ersten Reaktionen fielen durchweg positiv aus.

Polizei berichtet von erfreulich wenigen Einsätzen – Vermisstensuche in Isen geht gut aus

Friedlicher Jahreswechsel im Erdinger Land

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„So sollte jede Nacht verlaufen“, kommentierte ein Sprecher der Dorfener Polizei den Jahreswechsel. Sein Kollege Florian Leitner von der Erdinger Wache meinte: „Die Menschen feiern friedlich, so soll es sein.“ Der Jahreswechsel im Erdinger Land ist so harmonisch wie schon lange nicht mehr über die Bühne gegangen. Einige Silvestereinsätze gab es aber doch.

Erding - In Isen sah es gegen 23 Uhr einige Zeit nach einem dramatischen Silvester aus. Ein 28-Jähriger hatte Polizeiangaben zufolge gegen 23 Uhr selbst den Notruf gewählt und mitgeteilt, er sei bei Ranischberg in einen Weiher gefallen und komme nicht mehr ans Ufer. Mehrere Feuerwehren sowie die Erdinger Wasserwacht rückten daraufhin aus, Letztere mit zwei Einsatzgruppen mit zwei Booten. Der Rettungsdienst war mit zwei Fahrzeugen und Notarzt vor Ort. Das Gewässer wurde ausgeleuchtet und abgesucht. Daran beteiligten sich mehrere Taucher und ein Polizeihubschrauber.

Junger Mann missbraucht Notruf - das wird teuer

Schließlich wurde der Gesuchte gefunden – weit nach Mitternacht, unversehrt an Land. So groß die Erleichterung bei den Rettern war, nun droht dem jungen Mann wegen Missbrauchs des Notrufs ein Strafverfahren. Zudem muss er damit rechnen, den Einsatz bezahlen zu müssen – mehrere tausend Euro.

Nicht gut fing das Jahr auch für einen Landshuter an. Kurz vor 7 Uhr wurde der 28-Jährige in Jaibing bei Dorfen von der Polizei gestoppt. Er hatte über 1,1 Promille Alkohol intus. Das gilt als Straftat und wird mit mehrmonatigem Führerscheinentzug und einer hohen Geldstrafe geahndet.

Zwei Brände - Anwohner löschen selbst

In Berglern und Langengeisling kam es zu zwei kleineren Heckenbränden – verursacht durch Feuerwerk. In beiden Fällen konnten Anwohner die Brände rasch löschen. Da in Berglern zunächst von einem Dachstuhlbrand die Rede war, rückten mehrere Feuerwehren an.

Gravierender waren die Folgen, die ein Böller in Altenerding angerichtet hat. Dieser explodierte im Briefkasten der Raiffeisenbank. Das Postfach wurde zerstört und der Einbruchalarm ausgelöst. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter Tel. (0 81 22) 96 80 zu melden. Sie berichtet von nur einem Verkehrsunfall: Gegen 18 Uhr waren auf der Kreuzung B 388/Flughafentangente zwei Autos kollidiert. Die Feuerwehr Moosinning band auslaufende Stoffe.

Warten aufs Neujahrsbaby

In der Notaufnahme des Klinikums Erding war nach Angaben einer Sprecherin „zwar viel los, es waren aber keine silvestertypischen Verletzungen etwa durch Böller und Raketen dabei“.

Ruhig blieb es hingegen im Kreißsaal. Das Neujahrsbaby ließ den ersten Tag des neuen Jahres auf sich warten, berichtet eine Hebamme.

Als vollen Erfolg darf die Stadt ihre Entscheidung vom November verbuchen, die Innenstadt mit einem Verbot von Böllern und Raketen zu belegen. Die stattdessen angebotene Lasershow auf dem Schrannenplatz kam bei den mehreren hundert Besuchern sehr gut an.

Feuerwerksverbot wird eingehalten

Bereits ab 18 Uhr kontrollierten Securitykräfte die Silvesterbummler. Wunderkerzen und Schampus waren erlaubt. Punkt Mitternacht rief Chriss Melzer von der Tanzwelt Erding „Alles Walzer“ – und der Schrannenplatz verwandelte sich in eine Tanzfläche XXL. Mit dem Glockengeläut begann dann die spektakuläre Lasershow. Vom Sparkassengebäude schossen Lichtpfeile und andere Gemälde aus Licht über den Platz und spiegelten sich an der Rathausfassade. Zur besseren Sichtbarkeit wurde der Platz in Disconebel getaucht. Die Stimmung war heiter, friedlich und ausgelassen.

Erding verliebt sich in die Lasershow

Ganz anders als in den Vorjahren: Bislang hatten sich vereinzelte Gruppen regelrecht mit Feuerwerk beschossen. Dabei kam es immer wieder zu Verletzungen bei Unbeteiligten. Als die Frage über den Platz schallte: „Wollt Ihr wieder eine Lasershow?“ brandete Melzer ein einhelliges „Ja!“ entgegen. Auch die Polizei begrüßt das neue Konzept: „In der Innenstadt verlief der Jahreswechsel absolut störungsfrei. So wünschen wir uns das“, sagte Hauptkommissar Leitner. Auch die Silvesterparty auf dem Gelände des Erdinger Weißbräu mit hunderten Feiernden verlief seinen Worten zufolge störungsfrei. Sechs Beamten sorgten dort die ganze Nacht für Sicherheit.

Ansonsten wurde im Stadtgebiet weiter geböllert und gefeuert, dem Anschein nach allerdings mit etwas weniger Enthusiasmus als in den Vorjahren. Dennoch hatten die Mitarbeiter des Bauhofs in der Früh viel zu tun, um Raketenreste von den Straßen zu fegen.

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