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Erding: Sinnflut steht in den Startlöchern

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Von: Gabi Zierz

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Genuss für Augen und Ohren: Mit diesem Plakat, das aus dem Jahr 1984 stammt, wirbt heuer das Festival.
Genuss für Augen und Ohren: Mit diesem Plakat, das aus dem Jahr 1984 stammt, wirbt heuer das Festival. F: Sinnflut Getränkepreise bleiben stabil Erdinger DJs im Tanzgarten © Sinnflut

In vier Wochen ist es soweit: Dann beginnt das 28. Sinnflut-Festival auf dem Erdinger Volksfestplatz. Von Donnerstag bis Sonntag, 21. bis 31. Juli, wird dort elf Tage lang gefeiert.

Erding- Das beliebte Kulturfestival, das Peter Feller und Börnie Sparakowski mit ihrem Team veranstalten, ist eine Plattform vielseitiger Unterhaltung mit einer Menge Sinnesfreuden. Dazu gehören Livemusik, Tanz, Kunst, verschiedene Aktionen, Marktstände, Essensbuden, Café- und Weinzelt sowie der Biergarten. Auch wenn heuer nach den beiden Corona-Jahren Vieles nicht so einfach zu bewerkstelligen ist, sagt Feller: „Ich freu’ mich drauf, dass wir wieder fast so sind wie früher.“

Einiges wird neu sein: So tauschen die Raiffeisenbühne und die Gewandhausbühne die Plätze. Auf letzterer finden nur ausgewählte Auftritte statt, und das nicht täglich. „Danach wird das Programm von der Raiffeisenbühne live auf einer Leinwand auf die Gewandhausbühne übertragen“, kündigt Feller an. Dann könnten die Besucher selbst in ruhigerer Umgebung sitzen bleiben und ratschen. Das hätten die Sinnflut-Gäste im vergangenen Jahr sehr genossen, das wolle man übernehmen.

Nach dem Ausfall 2020 fand Sinnflut 2021 ganz unter dem Eindruck der Pandemie statt. Biergarten- und Marktbereich mussten getrennt werden, auf dem Gelände herrschte – außer am Platz – Maskenpflicht. Beim Einlass musste man sich mit der Luca-App registrieren.

Diese Einschränkungen wird es heuer nicht geben. Allerdings überlegen die Veranstalter, einen Euro Eintritt zu verlangen. Der Grund: die hohen Gebühren der Gema für die Musiknutzungsrechte. „Wenn wir Eintritt verlangen, bekommt die Gema einen festen Prozentsatz davon“, erklärt Feller. Das sei überschaubar. Die Entscheidung fällt nächste Woche.

Fest steht bereits: Die Getränkepreise im Biergarten bleiben gleich. „Wir wollen die Preistreiberei nicht mitmachen“, sagt Feller, „gerade jetzt, wo für viele das mit dem Geld nicht so einfach ist“. Das Festhalten an den Preisen „wird uns natürlich was kosten, weil die Bierpreiserhöhung auch an uns nicht vorübergegangen ist“. Die Halbe kostet vier Euro, alkoholfreie Getränke drei.

Bei der Planung ist heuer vieles schwierig. Der Vorteil von Sinnflut: Die Macher haben seit Jahren gute Kontakte, sind als zuverlässige Veranstalter bekannt und haben früh mit den Vorbereitungen begonnen: Container, Bauzaun, Zeltverleih, Sicherheitskräfte – all das konnte organisiert werden. Ein Problem ist – wie fast überall in der Gastronomie – die Personalsuche für den Biergarten. Gewöhnlich arbeiten 40 Bedienungen auf Sinnflut, heuer werden es wohl nur 30 sein. Um das zu kompensieren, kündigt Feller eine größere Schänke an, mit einem Extra-Ausschank für Selbstabholer. Auch die Bestuhlung werde lockerer ausfallen. „Die Leute haben das als angenehm empfunden“, sagt Feller rückblickend auf 2020.

Die Öffnungszeiten ändern sich ein wenig. Sie sind von Montag bis Donnerstag von 16 bis 24 Uhr eine Stunde kürzer als früher. Freitags und samstags bleiben sie bei 15 bis 1 Uhr, sonntags von 12 bis 24 Uhr.

Musik wird auf den beiden Bühnen und im Tanzgarten geboten. Dort legen einige Discjockeys auf. Den Erdingern bestens bekannt ist DJ Dino Horn (Andreas Brenninger). Bei ihm steht am Samstag, 30. Juli, ab 22 Uhr deutscher Schlager im Mittelpunkt. Bereits am Mittwoch, 27. Juli, ab 22 Uhr sind Harry Frei und Anton Dichtl als „The Glimmer Glamour Twins“ zu erleben – mit Musik der 70er Jahre.

Das komplette Programm ist auf www.sinnflut.biz zu finden.

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