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In der Sparkassenfiliale am Schrannenplatz konnte der Betrug rechtzeitig verhindert werden.

88-Jährige soll 15.000 Euro abliefern

Sparkasse: Bankbetrug vereitelt

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Einem aufmerksamen Mitarbeiter der Sparkasse ist es zu verdanken, dass eine 88 Jahre alte Kundin nicht um ihr Erspartes gebracht worden ist.

Erding - Um ein Haar wäre sie dem perfiden Enkeltrick aufgesessen. Bank-Sprecherin Kirsten Saalmüller berichtet, dass die Dame am Dienstag die Filiale am Schrannenplatz aufgesucht habe, um 15 000 Euro abzuheben. Ihr Sohn soll einen schweren Unfall gehabt haben und benötige dringend das Geld. Am Nachmittag werde es abgeholt. Die Frau meinte, die Stimme ihres Sohnes gehört zu haben. Sofort ging sie besorgt zur Bank, um den Betrag zu holen. Dort schöpfte der Mitarbeiter Verdacht und alarmierte die Polizei. Es stellte sich heraus, dass der Sohn wohlauf war.

Am Dienstag tauchte dann eine weitere betrügerische Masche auf, die sich wiederum an Sparkassenkunden richtet. In einer Mail heißt es, Kunden müssten aufgrund neuer Geschäftsbedingungen ihre Daten per Knopfdruck bestätigen, andernfalls werde das Konto gesperrt. Es dürfte der Versuch sein, an sensible Daten zu gelangen.

Christian Berther, Vorstandschef der Raiffeisenbank Erding, hat ebenfalls Erfahrungen mit Betrügern. „Leider passiert es immer wieder, dass ältere Kunden kommen, um hohe Summen abzuheben, weil ein Familienmitglied angeblich in Not ist.“ Es sei oft sehr schwer, die Betroffenen davon zu überzeugen, dass hier Betrüger am Werk seien. Leider lasse es sich nicht immer verhindern, dass Konten abgeräumt würden. Das Personal sei diesbezüglich aber sehr hellhörig, betont Berther.  ham

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