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Janine Krzizok (34) muss ihr Sparkassen-Amt abgeben.

Ehrenamt als Verwaltungsrätin kollidiert mit Richteramt – Oberhofer folgt nach

Sparkasse: Krzizok muss Mandat niederlegen

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Nach nur fünf Monaten ist Kreisrätin Janine Krzizok ein begehrtes Ehrenamt wieder los. Es verträgt sich nicht mit dem Beruf der 34-Jährigen.

Erding – Der Posten ist einflussreich, begehrt und finanziell lukrativ – ein Sitz als Verbandsrat des Zweckverbandes der Kreis- und Stadtsparkasse Erding-Dorfen. Stadträte aus Erding und Dorfen sowie Mitglieder des Kreistags fungieren als Aufsichtsrat. In dieses Gremium wurde im Juni auch die CSU-Stadt- und Kreisrätin Janine Krzizok gewählt. Nach nur wenigen Monaten muss sie das Amt niederlegen – weil es mit ihrem Beruf kollidiert, wie am Montag im Kreisausschuss bekannt wurde.

Die Erdingerin ist hauptberuflich als Zivilrichterin am Amtsgericht Erding tätig. Allerdings dürfen Berufsrichter Aufgaben der rechtsprechenden Gewalt und solche der gesetzgebenden beziehungsweise vollziehenden Instanz nicht gleichzeitig wahrnehmen. Das sieht das Deutsche Richtergesetz vor.

Da die Sparkasse als öffentlich-rechtliche Einrichtung – ihre Eigentümer sind die beiden Städte und der Landkreis – der vollziehenden Gewalt zuzuordnen ist, verstößt Krzizoks Tätigkeit im Verbandsrat gegen das Richtergesetz.

Der Kreisausschuss bestellte Krzizoks bisherigen Stellvertreter Michael Oberhofer als Nachfolger. Neuer Stellvertreter ist Rudolf Waxenberger.

Weitere Kreisräte in dem Kontrollgremium sind Ulrike Scharf, Franz Hofstetter (beide CSU), Georg Els (FW) und Maria Feckl (Grüne) sowie als Vertreter Barbara Lanzinger, Stefan Haberl (beide CSU), Thomas Gneißl (FW) und Helga Stieglmeier (Grüne).  ham

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