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Sonniges Gemüt: Trotz ihrer Einschränkung hat Lilly Spaß beim Hören ihrer Tonie-Geschichten. Ein höhenverstellbares Bett wäre für die 15-Jährige eine große Erleichterung. Heilerziehungspflegerin Heike Schuhmann (l.) und HPT-Leiterin Rosemarie Zampach hoffen, dass dem Teenager der Wunsch erfüllt werden kann. Im Hintergrund ist Lillys altes Bett zu sehen. 

Hilfe für Mädchen mit Behinderung

Ein Spezialbett hilft Lilly zu entspannen

Mit leuchtenden Augen sitzt Lilly in ihrem Rollstuhl und lauscht Geschichten. Doch immer wieder verzieht Lilly das Gesicht, denn das Sitzen im Rollstuhl ist für sie sehr anstrengend.

Erding Die größte Freude hat Lilly mit ihrer Toniebox. Das pinkfarbene Kästchen bietet für die 15-Jährige jede Menge spannende Hörabenteuer. Mit leuchtenden Augen sitzt Lilly in ihrem Rollstuhl und lauscht Geschichten. Doch immer wieder verzieht Lilly das Gesicht, denn das Sitzen im Rollstuhl ist für sie sehr anstrengend. Sie muss ein Korsett tragen, und das drückt im Sitzen. „Ein höhenverstellbares Bett wäre deshalb ideal für Lilly“, sagt Rosemarie Zampach. Doch das kostet rund 6000 Euro, sagt die Leiterin der Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) St. Nikolaus in Erding. Und dafür fehlt das Geld. Hier will das Leserhilfswerk „Licht in die Herzen“ der Heimatzeitung helfen.

Denn ein herkömmliches Bett erfüllt Lillys Bedürfnisse nicht. Zudem wird ein Sondermaß benötigt. „Das Bett darf in der Breite eine maximale Liegefläche von 70 Zentimetern haben. Denn sonst passt es nicht durch unsere Türrahmen“, sagt Zampach. Solche individuellen Kinderpflegebetten bietet die Firma Kayser an. Zampach wünscht sich sehr so ein Bett für ihren Schützling, damit Lilly noch aktiver an den Aktivitäten ihrer Gruppe teilnehmen kann.

Denn wenn Lilly Entspannung braucht, kann das schwerst mehrfach behinderte Mädchen ein bisschen die Augen schließen. Bei Spielen könnte sie hingegen von ihrem Bett aus mitmachen. „Oder es können sich einfach mal Kinder zu ihr setzen“, sagt Zampach. Denn obwohl die Achtklässlerin nur Ja oder Nein sagen kann, nimmt sie durch ihre hellwachen Augen mit Blickkontakt gerne am Geschehen teil.

„Wir hatten ein Bett für Lilly, aber das ist ihr zu klein geworden. Lilly stößt schon vorne und hinten an. Und bei diesem Bett kann sich auch niemand dazusetzen“, sagt Zampach. Auch für die Mitarbeiter der HPT wäre das Kayserbett eine Erleichterung, denn sie müssten das Mädchen nicht mehr in den Rollstuhl heben. Primär wäre es ein neues Bett für Lilly, aber später könnten es auch andere Kinder und Jugendliche benutzen, denn derzeit sind 16 der 115 Mädchen und Buben in der HPT auf einen Rollstuhl angewiesen.

Ein verspätetes Weihnachtsgeschenk soll es auch für Melanie geben. Die 21-Jährige benötigt dringend eine Aufstehhilfe, um vom Rollstuhl in den Duschstuhl oder auf die Toilette zu kommen. Mit einem entsprechenden Gerät wäre das für die junge Frau viel leichter. Gemeinsam mit Angela Weinberger hat Melanie ein entsprechendes Gerät schon ausprobiert und war begeistert. Vor allem ihre Intimsphäre wäre besser geschützt, denn Melanie ist sehr selbstständig. Auch beim Ausziehen wäre eine Aufstehhilfe für sie eine enorme Erleichterung. Und beim Intensivschwimmen am Freitagvormittag würden drei weitere Kinder von dem rund 3000 Euro teuren Gerät profitieren und noch mehr abwechslungsreiche Stunden im Alltag verbringen können.

Licht in die Herzen

Das Leserhilfswerk des Erdinger/Dorfener Anzeiger unterstützt die Arbeit der Heilpädagogischen Tagesstätte St. Nikolaus in Erding. Spenden sind auf das Konto (Nummer 17 111) bei der Sparkasse Erding möglich. 

Kontoinhaber: Zeitungsverlag Oberbayern.
IBAN: DE54 7005 1995 0000 0171 11.

Auf Wunsch werden Spendenquittungen ausgestellt. Dies vermerken Sie bitte mit Ihrer Adresse auf dem Überweisungsträger. Die Namen der Spender werden veröffentlicht. Wer dies nicht wünscht, vermerkt es bitte ebenfalls auf der Überweisung.

Daniela Oldach

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