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Für Ärger bei den Anwohnern sorgen die Holzplanken am Wirtsacker. Jetzt wird auf der Straße geparkt.

Duplex-Garagen und Stellplätze in Vorgärten könnten Situation entschärfen

Wirtsacker: Stadt um Lösung bemüht

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Die Stadt Erding steht zu ihrer Entscheidung, die öffentliche Grünfläche neben dem Wirtsacker in Pretzen gegen wildes Parken abzuplanken, ist aber zu Lösungen mit den Anwohnern bereit.

Pretzen –  Das erklärten OB Max Gotz (CSU) und Stadtbaumeister Sebastian Henrich am Dienstagabend im Stadtrat. „Wir haben das auf dem Radar“, erklärte Gotz. „Wir müssen Überlegungen anstellen“, sekundierte Henrich.

Wie mehrfach berichtet, hatte der Bauhof der Stadt vor drei Wochen damit begonnen, die Wiese neben dem Entwässerungsgraben zwischen Wirtsacker und Hörlkofener Straße zu sperren. Seit Jahren haben Anlieger dort ihre Autos abgestellt – auf städtischem Grund. Die Kommune hatte argumentiert, öffentliche Flächen könnten nicht als private Stellplätze umgenutzt werden, schon gar nicht, wenn dabei der Graben als Schutz vor Hochwasser beeinträchtigt werde.

Henrich gab zu, dass der Bebauungsplan schon 24 Jahre alt sei und sich die Bewohnerstruktur seither verändert habe. Viele Kinder seien groß geworden, wohnten dort aber noch und verfügten jetzt über eigene Autos. Weiter attestierte er, dass Verdichtungen des Wohnraums stattgefunden hätten – durch Einliegerwohnungen.

Dennoch, betonte Henrich, habe sich die Stadt nichts vorzuwerfen. Denn für die Stellplätze seien die Bauherren verantwortlich. Auch wollte er die Kritik nicht gelten lassen, Besucherparkplätze seien zu weit entfernt. „Auf die gibt es keinerlei Anspruch“, so der Stadtbaumeister. Hinzu komme, dass viele Garagen als Lagerräume dienten.

Dennoch sahen er und Gotz Handlungsbedarf. Henrich deutete Lösungsansätze an: Es gebe Garagenhöfe, in denen es aber keinen einzigen Duplex-Stellplatz gebe. Dann könnten höhenversetzt zwei Autos parken. Denkbar sei auch die Genehmigung, Vorgärten als Stellflächen nutzen zu dürfen. Zudem könnten Anwohnerstellplätze bis zu 300 Meter vom Wohnsitz entfernt nachgewiesen werden.

Gotz sprach aber „von einem eigenartigen Ton der Beschwerdeführer“, der angesichts der Nutzung fremden Eigentums nicht angemessen sei.

Die Abplankung ist inzwischen fertig, etliche Anwohner parken jetzt auf der Straße selbst.  ham

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