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Für Rollstuhlfahrer sind selbst kleinste Hindernisse oft unüberwindbare Hürden.

Inklusionsreferent berichtet von kleinen Fortschritten

Täglicher Kampf um Barrierefreiheit

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Wie gut ist es um die Barrierefreiheit in Erding bestellt? Walter Rauscher, Inklusionsreferent im Stadtrat schaut da ganz genau hin. Nun hat er eine vorläufige Bilanz gezogen.

Erding - So mühsam es für Behinderte ist, sich im öffentlichen Raum zu bewegen, so aufwändig ist es für Walter Rauscher, Inklusionsreferent im Stadtrat, bei der Barrierefreiheit in Erding Fortschritte zu erzielen. Am Sonntag erstattete er am CSU-Stammtisch im Wirtshaus Kreuzeder seinen jährlichen Bericht.

Der Teilhabebeirat im Landratsamt hat sich laut Rauscher voriges Jahr konstituiert und sich bereits dreimal getroffen. „Sehr gut kommen wir voran, wenn es um die Absenkung von Gehsteigen geht. Das Stadtbauamt hat ein offenes Ohr und beseitigt Engpässe schnell und unkompliziert“, lobte Rauscher, zuletzt in der Freisinger Siedlung und vor dem Rathaus.

Am Kronthaler Weiher seien mehr Behindertenstellplätze geschaffen worden, weitere sollen im Zuge der Parkplatzvergrößerung folgen.

Am Volksfestplatz legte der CSU-Stadtrat nahe, die WC-Anlage zu ertüchtigen. „Die Behinderten-Toilette ist schwer zu erreichen.“ Ein großer Erfolg sei hingegen im Rathaus erzielt worden, das nun barrierefrei sei. Gleiches gilt laut Rauscher für das neue Bürgerhaus, das am Freitag eröffnet wird. Hier wurde ein höhengleicher Zugang von der Bücherei aus geschaffen. „Bei einem denkmalgeschützten Altbau ist das gar nicht so einfach.“

Es gibt nach den Worten des Inklusionsbeauftragten aber auch noch jede Menge zu tun. Als Beispiel nannte er noch einmal den Kronthaler Weiher. Dort gebe es zwar eine Rampe ins Wasser, nämlich die Slipanlage der Wasserwacht. „Ein Rollstuhlfahrer ist hier aber noch auf die Unterstützung der Ehrenamtlichen angewiesen.“ Rauscher setzt weiterhin auf einen wasserbetriebenen Hydrauliklifter. Anbieter, deren Anlagen auch große Höhenunterschiede überwinden, gebe es fast gar nicht. „Allerdings bin ich jetzt in Jordanien fündig geworden“, so Rauscher.

Problematisch gestalte sich auch der behindertengerechte Ausbau des Pfarrheims an der Kirchgasse. Hier kämen trotz Enge nur eine – lange – Rampe oder ein Lift in Betracht.

Kritik übte Rauscher an einigen Restaurants, die im Freien kaum Platz auf den Gehsteigen ließen. „Das ist inakzeptabel.“ Burkhard Köppen erklärte, auch in vielen Geschäften täten sich Rollstuhlfahrer in den schmalen Gängen schwer.

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