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Trugen das Testament der Stifter vor (v. l): Lisa Genzel aus Oberding, Susanna Dubale aus Mauggen und Antonia Estay-Heydner aus Taufkirchen gestern Nachmittag im Gasthof Zur Post. Sie sind die Gewinner des Vorlesewettbewerbs 2021 der sechsten Klassen an den Real- und Mittelschulen sowie den Gymnasien.

Testament der Stifter Fischer verlesen

Das Vermächtnis des Guten

  • Hans Moritz
    VonHans Moritz
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Vor 130 Jahren ist die Fischer‘s Wohltätigkeitsstiftung gegründet worden. Alle zehn Jahre wird das Testament von Friedrich und Katharina Fischer verlesen. Das übernahmen im Festakt drei Mädchen. Das Paar ist einer der größten Wohltäter der Stadt.

Erding – Wie präsent und modern die Fischer’s Wohltätigkeitsstiftung ist, wurde beim 130. Gründungsfest am Donnerstagnachmittag deutlich. Die Feierstunde mit der alle zehn Jahre obligatorischen Testamentsverlesung der Brauer-Eheleute Friedrich und Katharina Fischer fand im frisch sanierten Gasthof Zur Post statt – eines der vielen Besitztümer der Stiftung. Den Vortrag, unterbrochen durch ein üppiges Menü, dessen Folge ebenfalls im letzten Willen festgehalten ist, übernahmen die Gewinner des Vorlesewettbewerbs in der sechsten Jahrgangsstufe.

Bekanntlich verloren die Eheleute Fischer alle drei Kinder. Ihr Erbe brachten sie am 15. Juli 1891 in eine fulminante und von Prinzregent Luitpold genehmigten Stiftung ein, deren Kern das Fischer’s Seniorenzentrum bildet. Lebendig ist das Vermächtnis nicht zuletzt durch Fischer’s Fröhlichen Tag, der sich an alle Grundschüler in der Stadt richtet, heuer aber coronabedingt schon zum zweiten Mal ausgefallen ist.

In seiner Begrüßung ging Landrat und Verwaltungsratsvorsitzender Martin Bayerstorfer auf die Entwicklung der Stiftung und ihres Vermögens seit der Verlesung 2011 ein. Das Seniorenzentrum an der Haager Straße habe einen weiteren Aufschwung genommen – durch einen ambulanten Pflegedienst 2012, die Schaffung eines Demenzbereichs 2014 sowie aktuell die stattliche bauliche Erweiterung im Norden des Anwesens.

Für Bayerstorfer gibt es in Erding „kaum eine Familie, die in so gesegnetem Andenken lebt wie die Fischers“. OB Max Gotz attestierte der Stiftung: „Sie prägt Stadt und Landkreis wesentlich.“ ham

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