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Dramatische Szenen am Kronthaler Weiher. Der Verunglückte wird mit dem Rettungswagen ins Klinikum Erding gebracht. Der ADAC-Hubschrauber startet ohne Patienten wieder. 

31-jähriger verunglückt

Mann sieht seinen Freund untergehen: Tödlicher Badeunfall im Kronthaler Weiher

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30 Minuten dauerte es, bis ein 31-Jähriger aus Tansania am Montagabend in den Tiefen des Kronthaler Weihers gefunden wurde. Zu spät.

Erding Ein 31-jähriger Asylbewerber aus Tansania ist nach einem Badeunfall am Montagabend verstorben. Der junge Mann war gegen 17.20 Uhr am Kronthaler Weiher ins Wasser gegangen, unter- und dann nicht mehr aufgetaucht. So schildert ein Begleiter des Mannes laut Polizei die Situation. Der Freund setzte auch den Notruf ab, auf den die Wasserwacht Erding sofort reagierte. Dennoch kamen die Retter zu spät. Etwa 30 Minuten nach dem Notruf, so das Polizeipräsidium Oberbayern Nord, wurde der Verunglückte in vier bis fünf Metern Tiefe gefunden. Der Rettungsdienst brachte den 31-Jährigen unter laufender Reanimation ins Krankenhaus. Dort verstarb er gegen 20 Uhr.

Trübes Wasser behinderte die Suche

Mit ihrem Motorboot waren die Wasserretter zuvor zur Unglücksstelle in der Nähe des FKK-Bereichs am Westufer gerast. Ihre anfängliche Schnorchelsuche blieb ohne Erfolg. Inzwischen war auch Rettungstaucher Friedrich Persch aus Erding einsatzbereit. Er fand den Mann nach zehn Minuten in der Tiefe.

„Die Schwierigkeit in Badesseen ist das trübe Wasser. Wir haben hier teilweise eine Sicht von unter 30 Zentimetern“, erläutert Siegi Ippisch von der Wasserwacht auf Nachfrage. Daher müssten sich Taucher in einem bestimmten Suchmuster am Grund vorantasten.

Toter im Kronthaler Weiher gefunden

Währenddessen suchte die Besatzung des Polizeihubschraubers Edelweiß 4 den Weiher aus der Luft ab, und der ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 32 flog für den Abtransport des Verunglückten an. Der Notarzt entschied sich aber für den Transport per Rettungswagen ins Klinikum Erding. Dort waren im Schockraum Kapazitäten frei.

„Dadurch, dass wir derzeit vor Ort mehrere Ausbildungen machen, hatten wir viele Leute am See“, erzählt Ippisch. Denn sicher gewährleistet ist der Wachdienst nur an Wochenenden. Doch an dem sonnigen Ferientag waren Persch und weitere Kameraden in der Wachstation am Kronthaler Weiher.

Für den Fall, dass noch weitere Maßnahmen nötig werden, alarmierten die Retter die Schnelle Einsatzgruppe der Wasserwacht. Insgesamt standen somit 22 Einsatzkräfte der Wasserwacht Erding, davon fünf Rettungstaucher und fünf Wasserretter, das BRK Erding samt Notärztin, der Malteser Hilfsdienst, die Feuerwehr Erding sowie das Kriseninterventionsteam Erding bereit.

Schon 2012 gab es hier einen tödlichen Badeunfall

Ob der Verunglückte überhaupt schwimmen konnte, ist nach Angaben eines Polizeisprechers noch ungeklärt. Das werde aber so weit möglich überprüft. Bei Badeunfällen von Flüchtlingen sind öfter schlechte Schwimmfähigkeiten die Ursache. So war es auch im August 2012 am Kronthaler Weiher. Da konnte ein 16-jähriger Afghane nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden.

Zuletzt viele Badeunfälle in der Region 

Mit dem warmen Wetter im Mai häuften sich die Badeunfälle in unserer Region. Erst am Wochenende starb ein 24-Jähriger im Haager Weiler, wie merkur.de meldete. Fast wäre es auch am Sonntag im Germeringer Freibad zu einem Unglück gekommen, doch der Bademeister konnte noch zwei Kinder (7 und 10 Jahre) aus höchster Not retten, schreibt merkur.de. Schlimm ging dagegen ein Badeunfall am 10. Mai aus: Ein 21-jähriger Afghane ertrank im Karlsfelder See (merkur.de)

Gefahren im See

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