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Brezen und Gummibärchen aus dem Schraubglas verkauft Daniela Kronpass in ihrem Unverpackt-Laden in Freising. Ende des Jahres will sie mit „Lela Lose“ in Erding durchstarten. 

Startkapital durch Crowdfunding

Ein Unverpackt-Laden für Erding

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Daniela Kronpass will in der Erdinger Innenstadt einen Unverpackt-Laden eröffnen. Für das nötige Startkapital startet sie eine Crowdfunding-Kampagne.

ErdingMit der Stofftasche einkaufen, den Kaffeebecher zum Bäcker mitbringen oder Glasflaschen kaufen: „Plastiksparen ist in aller Munde“, sagt Daniela Kronpass (28), „auch durch die Schülerbewegung Fridays for Future“. Die Freisingerin will deshalb Ende des Jahres einen Unverpackt-Laden in der Erdinger Innenstadt aufmachen, an der Freisinger Straße.

Mit ihrer Schwester Lisa (26) führt Daniela Kronpass seit einem Jahr den Unverpackt-Laden „Fräulein Lose“ in Freising. Mit „Lela Lose“ will sie in Erding durchstarten, braucht dafür aber noch finanzielle Unterstützung. Daniela Kronpass ist Ernährungsberaterin und hat viel in der Gastronomie gejobbt: „Da bin ich sehr viel mit Lebensmittelverschwendung in Kontakt gekommen“, sagt sie. Das Wegwerfen hat sie genervt. Deshalb hat sie vor einem Jahr „Fräulein Lose“ in Freising aufgemacht.

Geschäft in Freising läuft

Dorthin kommen ihre Kunden mit der eigenen Tupperbox oder dem Schraubglas und füllen sich ihre Lebensmittel oder Hygieneprodukte aus dem Spender mit Zapfhahn hinein: „Wir bieten eigentlich alles an, was es in einem normalen Supermarkt auch gibt: Reis, Müsli, Gemüse, Gummibärchen, aber auch Putzmittel, Haarseifen und Waschmittel.“ Ganz ohne Verpackung gehe es aber nicht immer, sagt Kronpass: „De Zahnbürsten haben wir aus Hygienegründen zum Beispiel in Papiertüten verpackt.“

Das Konzept gehe in Freising auf: „Es läuft richtig gut, wir können beide davon leben“, sagt sie. Der Kundenstamm wächst: „Zu uns kommen auch Erdinger, und die haben uns gefragt, ob wir nicht so einen Laden in Erding aufmachen wollen.“ Warum eigentlich nicht, dachte sich Kronpass: „Ich würde mir wünschen, dass es ganz normal wird, im Unverpackt-Laden einzukaufen.“

Eröffnung im Dezember?

Ihr Ziel ist es, noch im Dezember in Erding zu eröffnen. „Einen Laden in der Innenstadt habe ich schon in Aussicht“, sagt die 28-Jährige – und zwar an der Freisinger Straße. „Da soll es dann auch eine Gelegenheit zum Frühstücken sowie für Kaffee und Kuchen geben.“ Fleisch oder Wurst wird sie allerdings nicht anbieten: „Weil ich selbst Vegetarierin bin und das einfach nicht unterstütze.“

Den Erdinger Unverpackt-Laden würde sie ohne ihre Schwester führen, daher auch der Name „Lela Lose“: „Lela ist der Spitzname von meinem Papa für mich.“ Einen Großteil des Geschäfts will sie selbst einrichten, gebrauchte Möbel wieder aufpeppen und eine Theke schreinern. „Aber natürlich brauchen wir zum Beispiel eine Kaffeemaschine, Kasse und die Lebensmittelspender aus Glas.“ Deshalb bittet Daniela Kronpass die Erdinger um Unterstützung – über Crowdfunding. Dabei können Internet-User eine bestimmte Geldsumme in ein Projekt investieren, um es finanziell zu ermöglichen. So kam 2018 auch das Start-Budget von 20 000 Euro für „Fräulein Lose“ in sechs Wochen zusammen. Für „Lela Lose“ hat Kronpass zwei Finanzierungsziele festgelegt: 20 000 und 28 000 Euro: „Aber auch wenn das erste erreicht wird, werde ich das Ganze starten.“

Lela Lose unterstützen

Der Crowdfunding-Link lautet www.startnext.de/lela-lose. Er ist ab Freitag, 6. September, aktiv. Weitere Infos gibt es im Internet auf www.lelalose.de.

Anna Schwarz

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