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Authentischer Ort: Victoria Reiter im Arbeitszimmer ihres im Juni 2019 verstorbenen Vaters Rudolf L. Reiter. Man könnte meinen, der Künstler habe den Ort seines unermüdlichen Schaffens nur kurz verlassen. Sein gesamtes Atelier ist zu besichtigen.

Zahlreiche Veranstaltungen erinnern an den großen Erdinger Künstler

Dem Vermächtnis Rudolf L. Reiters verpflichtet

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Die Hinterbliebenen wollen, dass der große Erdinger Künstler Rudolf L. Reiter unvergessen bleibt. Im Juni 2019 war er verstorben. Ihm sind gleich mehrere Schauen gewidmet. Und sein Künstlerhaus ist offen.

Erding – „Denkt daran, mich zu vergessen.“ Dieses Zitat ziert den Grabstein des Erdinger Künstlers Rudolf L. Reiter. Doch seine Tochter Victoria mit ihrer Familie denkt nicht daran, den im Juni 2019 verstorbenen, vielseitig versierten Kunstschaffenden zu vergessen. Im Gegenteil: Victoria Reiter hat das frühere Atelier ihres Vaters am Mühlgraben in eine Gedenkstätte verwandelt. Hier bietet sie Führungen und Ausstellungen an. Die Erinnerung findet aber auch an anderen Orten statt. Das Ziel der Erben: Reiter soll in seiner Heimatstadt eben nicht vergessen werden.

Für 2020 plant Victoria Reiter einige Ausstellungen und Aktionen. Los geht es am Valentinstag, Freitag, 14. Februar, um 18 Uhr mit einer Lesung von Beate Welsch aus dem Buch „Victoria“ von Knut Hamsun, dem Reiter zeitlebens sehr zugetan war. Hans Schuler liest Gedichte aus dem Buch des Vaters. Das Duo Soundwalk musiziert. „Dazu organisieren wir eine große Grafikausstellung mit Gewinnspiel“, kündigt Reiter an.

Von 5. bis 11. Mai gewährt die Familie einen Einblick ins Gesamtwerk Rudolf L. Reiters im Alten Gefängnis in Freising.

Am ersten Todestag am 26. Juni beginnt eine einwöchige Ausstellung im Frauenkircherl. Dort werden die verpackten und versiegelten Bilder aus Reiters letzter Aktion „Mit der Seele sehen“ und andere Exponate ausgestellt, darunter auch seine Skulpturen. Barbara Pöschl-Edrich spielt an der Harfe.

In den gotischen Hallen der Burg Dürnitz in Burghausen wird „Mit der Seele sehen“ ebenso gezeigt. Die Tournee der Bilder ist Bestandteil der Aktion, die Reiter nicht mehr zu Ende bringen konnte. Nächste Station ist von 8. September bis 10. Oktober das Kulturhaus in Garching. Ende 2021 kehrt „Mit der Seele sehen“ nach Erding zurück, erst ins Anne-Frank-Gymnasium, dann in die Stadtpfarrkirche und schließlich ins Museum Erding. Dort wollte Reiter zum Finale eine Leinwand vor Publikum bemalen. Das übernimmt nun sein 14 Jahre alter Enkel Ferdi.

Reiter-Freunde können nach wie vor Replikate und vereinzelt auch Originale erwerben. Tochter Victoria freut sich, dass immer wieder Führungen stattfinden. Als Nächstes will sie Schulklassen ins Atelier holen. 

Die Galerie Reiter ist von Freitag bis Sonntag von 10 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Gesonderte Termine können unter Tel. (0 81 22) 1 54 96 vereinbart werden.

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