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Größtes Projekt der Wohnungsbaugesellschaft: Im Thermengarten-Süd in Altenerding entstehen in sieben Gebäuden 65 Wohnungen. 

Wohnungsbaugesellschaft hat mit Rekordüberschuss viel vor

Kleine Mieten, großer Gewinn

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Gute Nachricht in einer Zeit explodierender Immobilienpreise und Mieten: Für die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises, der 21 der 26 Gemeinden angehören, war 2018 das erfolgreichste Jahr ihrer Geschichte.

Erding –  Trotz intensiver Neubautätigkeit stieg der Jahresgewinn um 50 Prozent von 160 000 auf 231 000 Euro. Diese Zahl nannte Geschäftsführer Matthias Vögele im Kreisausschuss.

Aufgabe der Gesellschaft ist laut Vögele, Wohnraum unter dem ortsüblichen Preisniveau bereitzustellen. Dies tut sie in insgesamt fünf Häusern mit 131 Wohnungen. Im Portfolio sind zudem zwei Tiefgarage mit 99 Stellplätzen sowie eine Garage und 42 Carports.

Vögele erinnerte daran, dass man 2018 mit dem Bau von 18 Wohneinheiten und 30 Stellplätzen an der Reckenbacher Straße begonnen habe. Das 3,4-Millionen-Projekt sei mittlerweile abgeschlossen und bezogen. Der Quadratmeter kostet zwischen 7,50 und 7,75 Euro.

Zurzeit werden im Thermengarten 65 Wohnungen gebaut

Größtes Vorhaben ist aktuell der Bau von 65 Wohnungen in sieben Häusern im Thermengarten-Süd in Altenerding. Im Herbst sollen die Wohnungen bezugsfertig sein – mit einem Quadratmeter-Mietpreis um 9,50 Euro. Nächstes Jahr, so Vögele weiter, wolle man mit einem Wohnhaus mit sechs bis neun Wohneinheiten in Wartenberg starten.

OB Gotz: Wir brauchen mehr Flächen

Erdings OB Max Gotz (CSU) sagte, die Stadt werde weiter Flächen für die Wohnungsbaugesellschaft zur Verfügung stellen. Er appellierte an die Gemeinden, genauso zu verfahren. Diesbezüglich meinte Landrat Bayerstorfer, dass es der Gesellschaft weiterhin gelinge, „Firmen zu gewinnen, wo andere Absagen bekommen“. Mit Mieten in Erding um 9,50 Euro erfülle die Gesellschaft „eindeutig ihren sozialen Satzungszweck“.

Dritte Landrätin Gertrud Eichinger (SPD) sprach von einer „guten Einrichtung“. So könne Geschosswohnungsbau auch dort umgesetzt werden, wo ihn die Gemeinden alleine nicht zu stemmen in der Lage seien. Jeder müsse sich nach Grundstücken umsehen. Da konnte sich Bayerstorfer den Hinweis nicht verkneifen, dass Eichingers Heimatort Finsing bislang nicht Mitglied der Wohnungsbaugesellschaft sei.

Neues Modell: Mietkauf von Wohnungen

Noch heuer will die in ein neues Modell einsteigen – Mietkauf. Mieter können ihre monatlichen Zahlungen ansparen, um ihre Wohnung später zu erwerben, ein Modell von Vize-Landrat Jakob Schwimmer (CSU). Nur so seien weite Teile der Mittelschicht in der Lage, sich Eigentum zu verschaffen – die beste Altersvorsorge. Bayerstorfer rief die Gemeinden auf, auch dafür – günstige – Flächen zur Verfügung zu stellen. Umso mehr Objekte seien möglich.  ham

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