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Ihre Entwicklung zeigen die Mitglieder des Kunstvereins aktuell im Frauenkircherl in Erding (v. l.): Gitarrist Siggi, Anna Maria Blau, Birgit Meier, 2. Vorsitzender Michael Lang, 2. Bürgermeister Ludwig Kirmair, stellvertretender Landrat Jakob Schwimmer, 3. Vorsitzende Maria Weber, Claudia Häußer, Hans Peis und Mathilde Schabenberger.

Künstler damals und heute

Kunstverein-Austellung im Frauenkircherl: „Zehn Jahre dazwischen“

27 Künstler stellen bis zum 10. November im Frauenkircherl aus. Die Vereinsmitglieder waren aufgefordert je ein Werkpaar mit zehn Jahren zwischen den Entstehungen einzureichen.

Erding – Unter dem Titel „Zehn Jahre dazwischen“ präsentieren Mitglieder des Kunstvereins Erding (KVE) ihre Werke im Erdinger Frauenkircherl. Die etwa 160 Mitglieder waren aufgefordert, jeweils ein Werkpaar einzureichen, wobei zwischen der Entstehung mindestens zehn Jahre liegen mussten. So sollte die zeitliche Entwicklung der Kunstschaffenden dargestellt werden.

Es gibt 57 interessante Werke von 27 Künstlern zu sehen: kreativ, vielseitig, unkonventionell und klassisch. Mal spektakulär, mal bescheiden. Meist wurde mit Acrylfarben auf Leinwand gemalt. Manche Arbeiten sind in der Komposition sorgfältig vorbereitet und in langwierigen Arbeitsprozessen ausgeführt. Die Ausstellung soll die Freude an der Kunst fördern. Der Besucher sollte sich Zeit nehmen, sich in Ruhe in jedes der Exponate wie Bilder in Öl und Acryl, Bleistiftzeichnungen und Fotoarbeiten vertiefen, um so einen Vergleich zwischen damals und heute aufzuspüren.

Kirmair: „Kunst lebt“

Eine außergewöhnliche Kombination zeigt Jürgen Haupt: Einem Porträt von Johann Sebastian Bach stellt er eine farbenfrohe und abstrakte Installation gegenüber. Diese besteht aus mehreren hundert Zahnstochern und Holzspießchen, die akribisch bunt bemalt sind. Sie stellen eine Klaviatur dar und symbolisieren mit quadratischen Motiven „Farbakkorde“. So schafft es der ehemalige Sozialwissenschaftler, seine Sicht auf die Verbindung von Musik und Malerei auszudrücken.

„Man sieht in dieser Ausstellung: Kunst ist vielfältig, unterhaltend, manchmal belehrend bildend. Und Kunst lebt“, sagte Zweiter Bürgermeister Ludwig Kirmair bei der Vernissage. Kunst in all ihren Facetten stimuliere das Gemüt und die Gefühle und bereichere das Leben.

Kunstverein verdiente Kulturpreis „mit Fug und Recht“

Jakob Schwimmer als Vertreter des Landrats gratulierte zur „sehr lebendigen Ausstellung“, mit der der KVE einmal mehr ein Zeichen seiner erfolgreichen Arbeit setze. Der Verein habe den vom Landkreis dotierten Kulturpreis seinerzeit mit Fug und Recht verdient, resümierte Schwimmer.

Zweiter Vorsitzender Michael Lang sprach das Ausstellungsthema „Zehn Jahre dazwischen“ an. Die Gegenüberstellung von Werkpaaren habe nicht den Sinn, einen Kontrast zu suchen. Vielmehr biete sich dem Künstler die Gelegenheit, sich selbst Rechenschaft zu geben. Er dankte allen, die sich an der Organisation beteiligt und beim Aufbau der Ausstellung sowie bei anderen Aktionen besonders engagiert hatten und nannte hierbei Maria Weber, Birgit Meier, Uwe Kloos, Annemarie Sartini, Albin Zauner, Elisabeth Lex und Peter Breth.

Der Gitarrist und Sänger Siggi umrahmte die Vernissage musikalisch. Für seine eigenen Kompositionen wurde er mit großem Beifall belohnt.

Die Ausstellung...

kann bis 10. November täglich von 13 bis 19 Uhr besichtigt werden.

Peter Bauersachs

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