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Mit Corona-Bier in der Hand führte Michael Kania (am Mikrofon) durch die Zeugnisübergabe. Unser Bild zeigt die erste der drei Gruppen.

Zeugnisübergabe-Marathon - Bester Schnitt seit Einführung des G8

Abschied vom „Premium-Jahrgang“ des Anne-Frank-Gymnasiums

  • Markus Schwarzkugler
    vonMarkus Schwarzkugler
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Corona hat das Schuljahr auf den Kopf gestellt. Umso bemerkenswerter, dass das Anne-Frank-Gymnasium nun bei der Zeugnisübergabe an seine 102 Abiturienten den besten Notenschnitt seit Einführung des G8 vermelden konnte. Die Übergabe war ein wahrer Marathon.

Erding – Zeit für die Wein-Ernte am Anne-Frank-Gymnasium. Dieses Sprachbild verwendete Schulleiterin Helma Wenzl am Freitag bei einem wahren Zeugnisübergabe-Marathon. Sie lobte, um im Bild zu bleiben, stolz ihren „Premium-Jahrgang“. Dass der Wein so besonders geworden ist, hat allerdings nicht nur mit all den Begleiterscheinungen aufgrund der Corona-Pandemie zu tun. Denn auch die Leistung der Schüler war abgesehen davon beeindruckend. Mit einem Notenschnitt von 2,13 (Landesdurchschnitt: 2,25) war es sogar der beste AFG-Jahrgang seit der Einführung des G 8. „Ein reiches Bouquet und ein starker Abgang“, befand Wenzl, die sich nach diesem Schuljahr in den Ruhestand verabschieden wird.

Wegen der nötigen Sicherheitsvorkehrungen und den beengten Platzverhältnissen in der Aula hatten die Verantwortlichen die 102 Abiturienten – alle von ihnen haben übrigens bestanden – in drei Gruppen aufgeteilt. Für jede gab es eine eineinhalbstündige Zeremonie. „Für uns war das wahnsinnig anstrengend. Aber unsere Schüler haben diesen Marathon verdient nach acht Jahren an unserer Schule. Das sind sie uns wert“, sagte Wenzl unserer Zeitung.

Los ging’s um 12 Uhr noch für alle gemeinsam. Die Schüler hatten in Eigenregie einen ökumenischen Gottesdienst gestaltet, der in der ausreichend Platz bietenden Stadtpfarrkirche von St. Johann stattfand. Sie habe nicht viel zur Organisation beitragen müssen, verriet Lehrerin Elisabeth Ringler, zusammen mit Alexander Wolf Oberstufenkoordinatorin und damit „Oberwinzerin“, wie Wenzl meinte.

„Uns verlassen einige herausragende Talente“, sagte die scheidende Schulleiterin in ihrer Rede. Egal, ob in den Bereichen Musik, Theater, Technik oder Sport: „Ihr habt euren Fußabdruck am AFG hinterlassen“, sagte Wenzl, die sich bei allen „Winzern“, also den Eltern und den Lehrern, bedankte. Letztere hätten trotz aller Herausforderungen – Stichwort: Homeschooling und digitaler Unterricht – „einige Rebstöcke zum wachsen und gedeihen gebracht“.

Sogar ein paar Moderatoren-Talente scheint es am AFG zu geben. Durch die erste Gruppe führten zum Beispiel die Abiturienten Michael Kania und Yannick Schmidt. Sie hatten sich – passend zu ihrem turbulenten Abschiedsjahr am AFG – eine humorvolle Einlage mit Corona-Bier in der Hand überlegt. „Haben wir ein Glück, dass das kein Öttinger-Virus ist“, scherzte Kania.

Die beiden Moderatoren gestanden, dass die unter all den Auflagen stattfindende Zeremonie den Abi-Ball, wie er unter Normalbedingungen gewesen wäre, nicht ersetzen könne. „Aber wir machen das Beste draus. Halt so wie beim Mathe-Abitur.“ Oder wie bei der Feier kürzlich am Kronthaler Weiher. „Die war so schön, dass sogar die Zeitung darüber berichtet hat“, meinten die Moderatoren augenzwinkernd zu den wie berichtet etwas aus dem Ruder gelaufenen Feierlichkeiten.

Musik aus den eigenen Reihen, eine Diashow und Grüße von Landrat Martin Bayerstorfer per Videobotschaft durften bei dem feierlichen Marathon, der für die letzte Gruppe bis 19 Uhr dauerte, nicht fehlen.

46 Abiturienten, also fast die Hälfte, haben übrigens eine 2,0 oder besser geschafft. Fünf von ihnen dürfen sogar stolz sein auf die Traumnote 1,0. Das Quintett bilden Pia Lehner, Amelie Topf, Simon Bauer, Georg Hanslmaier und Michael Kania.

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