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“Zuhause bin ich extra aufgeregt“ – Bewie Bauer tritt in Erding auf

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Der Wahl-Münchner Kabarettist Bewie Bauer tritt am Sonntag in seiner Heimat auf. Wir interviewten ihn zu seinem Werdegang und zu seinem Bühnenprogramm.
Bewie Bauer, hierzulande bekannt als Martin Bauer, kommt mit seinem Solo-Programm nach Erding. © Christian Hartlmaier

Der Wahl-Münchner Kabarettist Bewie Bauer tritt am Sonntag in seiner Heimat auf. Wir interviewten ihn zu seinem Werdegang und zu seinem Bühnenprogramm.

ErdingBewie Bauer kommt nach Erding und stellt am Sonntag, 22. September, um 20 Uhr sein erstes Solo-Programm mit dem Titel „Kabarock! – Musik, Kabarett, Comedy“ in seiner Heimatstadt vor. Der Künstler ist hierzulande besser bekannt als Martin Bauer, Sohn von Alt-Landrat Xaver Bauer. Der Wahl-Münchner erzählt in einem Gespräch mit der Heimatzeitung, wie es zu dem ungewöhnlichen Künstlernamen kam, was das Publikum unter „Kabarock“ erwartet, und warum ein Auftritt in Erding für den 43-Jährigen besonders aufregend ist.

Herr Bauer, man hat das Gefühl, alle Bauer-Familienmitglieder sind musikalisch. Stimmt das?

Bewie Bauer: Na sagen wir mal so: Wir sind von unseren Eltern sehr gefördert worden, und tatsächlich sind zwei meiner fünf Brüder Profi-Musiker. Stephan ist Kontrabassist bei den Niederbayerischen Philharmonikern und Rudi Percussionist. Auch meine beiden Neffen Andreas Begert und Markus Bauer sind in der Musikbranche. Andreas ist Komponist und sein Bruder Markus Dirigent und Chorleiter. Mich würde ich als ambitionierten Amateur an der E-Gitarre bezeichnen. Als Jüngster konnte ich ja gar nicht anders. Ich bin zuhause quasi über die verschiedenen Instrumente drübergestolpert. Mit 13 habe ich dann E-Gitarre gelernt. Doch das war eher aus der Motivation heraus, Mädchen zu imponieren.

Bewie Bauer, wie kam es zu diesem ungewöhnlichen Künstlernamen?

Ich habe mal Martin Bauer in Google eingegeben, Sie können sich vorstellen, wie viele Ergebnisse die Suchmaschine ausgespuckt hat. Da bin ich dann das Alphabet durchgegangen – A wie Anton, B wie Bauer ... und da hatte ich ihn auch schon, meinen Künstlernamen Bewie Bauer.

„Kabarock“ ist ihr erstes Solo-Programm, aber Bühnenerfahrungen haben Sie schon als Duo Stelzner & Bauer bei über 100 Auftritten gesammelt. Wieso haben Sie sich getrennt?

Das ist aus familiären und beruflichen Gründen zeitlich schwierig geworden. Ich wohne in Bayern, Christoph in Sachsen, aber wir sind in gutem Kontakt, es gab keinen Streit.

Was erwartet das Publikum bei „Kabarock“?

Es geht um meine Leidenschaft für die E-Gitarre und meinen damit verbundenen jugendlichen Wunsch, Rockstar zu werden. Auf dem Weg dorthin, der letztlich scheiterte, begegne ich verschiedenen Figuren. Die E-Gitarre bildet lediglich den roten Faden. In meinem Programm geht es um Themen, die jeden beschäftigen: Liebe, Nachdenkliches, alles, was einem so tagtäglich passiert. Ich bin durchaus auch gesellschaftskritisch, aber nicht parteipolitisch. Meine drei Säulen sind Musik, Kabarett und Comedy.

Machen Sie hauptberuflich Kleinkunst und Kabarett?

Ich arbeite freiberuflich bei Radio Bayern 3 im Bereich Sound-Design. Allerdings sind Musik und Kabarett mehr als ein Hobby. Ich habe 40 Auftritte im Jahr. Wenn sich das erweitern sollte, wäre das in meinem Interesse und auch Absicht.

Welchen Bezug haben Sie noch zu Erding?

Ich bin gerne in Erding aufgewachsen. Beispielsweise war das Sinnflut-Festival für mich richtungsweisend. Ich habe jahrelang die Sinnflut-Videoblogs gemacht und so viele Künstler kennengelernt, die mich auch animiert haben, diesen Schritt zu gehen. Außerdem bin ich beim ersten Sinnflut vor 26 Jahren mit meiner ersten Band Gsus4 aufgetreten.

Zu Ihrer Gitarren-Leidenschaft: Wie weit geht die?

Also zehn Gitarren habe ich mindestens zuhause. So wie andere stundenlang bei Zalando surfen, stöbere ich halt bei Thomann (ein Musik-Fachhandel). Aber zu meiner Verteidigung: Ich kenne auch Kollegen, die 30 Gitarren zuhause haben.

Freuen Sie sich auf Ihren Auftritt in der alten Heimat?

Ja natürlich, aber ich bin auch extra aufgeregt. Da wird doch der eine oder andere im Publikum sitzen, der vielleicht erahnen kann, warum ich so manche Figur in meinem Programm habe. Das Stück hat doch viele autobiografische Züge. Ich hoffe, dass viele Erdinger kommen.

Sie spielen das Programm seit Anfang 2019. Wie kommt es an?

Es war noch nie schlecht, mindestens gut, meistens sogar sehr gut. Trotzdem habe ich jedes Mal einen riesen Respekt, bevor ich die Bühne betrete.

Das Gespräch führte Alexandra Anderka.

Karten...

... gibt es vorab für 18,50 Euro in der Stadthalle am Alois-Schießl-Platz 1 zu den Öffnungszeiten Montag/Mittwoch/Freitag von 15 bis 18 Uhr sowie Dienstag und Donnerstag von 10 bis 12 Uhr. Bestellungen unter Tel. (0 81 22) 99 07 12 sowie per Email an ticket@stadthalle-erding.de sind möglich. An der Abendkasse ist der Preis 21 Euro.

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