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Familienfest mit einem Faschisten

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Von: Hans Moritz

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Zeit für Späßchen: Die Erdinger AfD-Politiker Wolfgang Kellermann und Peter Junker mit Björn Höcke (v. l.) am 20. Oktober im thüringischen Ilmenau. © Spiegel Online

Diese Bilder gingen bundesweit durchs Netz: Spiegel-Online zeigt eine Doku über AfD-Rechtsaußen Björn Höcke. Und einem offensichtlich sehr heiteren Treffen mit den Erdinger AfD-Politikerin Wolfgang Kellermann und Peter Junker.

Erding/Ilmenau – Er gilt als nationalistischer Rechtsausleger der AfD. Ein Gericht lässt es ausdrücklich zu, ihn als Faschist zu bezeichnen – Björn Höcke. Selbst einigen in der AfD gehen seine teils völkischen Äußerungen zu weit, ein Parteiausschlussverfahren gegen ihn war allerdings nicht erfolgreich. Gleich mehrere Erdinger AfD-Politiker haben sich jetzt mit Höcke getroffen – beim AfD-Familienfest im thüringischen Ilmenau. Das fand am 20. Oktober statt, also noch vor der Landtagswahl in Thüringen, aus der die AfD nach der Linkspartei als zweitstärkste Kraft hervorging.

Von dem Treffen berichtete auch Spiegel Online. Dessen Filmteam fing gleich drei AfD-Politiker aus dem Landkreis ein: Wolfgang Kellermann, Peter Junker und Heidi Pelz. Sie gehören dem AfD-Kreisvorstand an. Vor allem Kreisvorsitzender Kellermann betont immer wieder, dass nicht alle AfD-Politiker über einen Kamm geschert werden dürften. Bislang distanzierte er sich von den besonders rechtsradikalen Vertretern seiner Partei.

Auf seiner Facebook-Seite betont Kellermann, dass er „sicher nicht Höckes größter Fan“ sei. Aber der habe sich nichts zu Schulden kommen lassen, was einen Ausschluss rechtfertigen würde. Auf Anfrage unserer Zeitung wollte sich Kellermann nicht näher zu dem Treffen äußern.

Redseliger ist da schon Junker. Er berichtet, Erdinger AfDler hätten die Parteifreunde in Thüringen im Wahlkampf unterstützt. Auf der Heimfahrt hätten sie deren Familienfest mit Spitzenkandidat Höcke als Hauptredner besucht. Junker stellt sich inhaltlich ausdrücklich hinter Höcke: Unter anderem er habe „den Altparteien trotz aller Hass- und Hetzbekundungen, gerade seitens der Grünen und SPD, gezeigt, um was es wirklich geht – und zwar, die eigenen Bürger nicht zu vergessen, ihre Sorgen und Ängste aufzunehmen und Lösungen zu bieten“. Welche Lösungen das sind, teilt Junker nicht mit. Nichtwähler, so der Finsinger weiter, habe man genauso erreicht, wie ehemalige Wähler der CDU, FDP aber auch der Grünen und SPD. Auch Junker war bis jetzt nicht dem radikaleren AfD-Lager zuzurechnen.  ham

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