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Größte Freiluft-Neuwagenschau in Bayern: die Automobilausstellung Erding (AAE). Heuer muss sie corona-bedingt entfallen. Künftig wird sie immer im Frühjahr stattfinden – auch eine Antwort auf die IAA, die von Frankfurt nach München umzieht.

Wegen Corona wird September-Termin verschoben – Keine Konkurrenz zur IAA in München

Erdinger Autoschau zieht in den Frühling um

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Heuer wird es auf dem Volksfestplatz keine Automobilausstellung Erding (AAE) geben. Das liegt auch an Corona. Allerdings haben die Initiatoren auch die Internationale Automobilausstellung (IAA) im Blick. Die zieht bekanntlich von Frankfurt nach München und findet – ebenfalls – im Herbst statt. Neuer Termin für die AAE ist nun das Wochenende 23./24. April 2021.

Erding –  Seit über 40 Jahren ist die AAE ein fester Termin im September. Immer kurz nach dem Herbstfest findet auf dem Volksfestplatz die größte Neuwagen-Ausstellung unter freiem Himmel in ganz Bayern statt. Dass sich die IG AAE und der Erdinger/Dorfener Anzeiger als Veranstalter nun für eine Verlegung entschieden haben, ist vor allem der Corona-Epidemie geschuldet. Das ergab ein Treffen der Verantwortlichen Manfred Gramsamer, Georg Holderied, Andreas Maier und Michael Zachskorn von der IG sowie Paul Ampletzer und Stefan Rupertus von der Heimatzeitung.

Wie geht es weiter mit der Pandemie?

„Auch wenn unter den heutigen, niedrigen Infektionszahlen von der Stadt Erding vorbehaltlich Grünes Licht für die Ausstellung erteilt wurde, steht die AAE 2020 auf sehr, sehr wackligen Beinen“, heißt es in einem Schreiben an die Aussteller, Autohäuser aus der gesamten Region. Niemand könne voraussehen, wie sich die Ansteckungszahlen bis Ende September entwickelten. Vor allem die Sommerferien spielten hier eine große Rolle. „Die Menschen reisen in den Urlaub und es ist nicht absehbar, ob sich dann zum Ferienende nach Rückkehr der Urlauber, die Zahl der Infizierten deutlich erhöht und die Stadt der Veranstaltung kurzfristig einen Riegel vorschieben muss“, teilen die Veranstalter mit. Bis dahin würden bereits beträchtliche Kosten entstanden sein – für Aufbau, Bestellung von Ausstellungsfahrzeugen und Werbung.

Das Risiko einer Infektion auf der AAE ist  zu hoch

Die IG verweist auf „die dann sicherlich noch geltenden Hygienevorschriften. Niemand könne sagen, ob es im Herbst die Maskenpflicht noch gebe, mit einiger Sicherheit aber den 1,5-Meter-Abstandspflicht. „Eine Automesse mit ausgestellten Fahrzeugen, die verschlossen bleiben müssen, macht keinen Sinn. Die Autos müssten daher ständig desinfiziert werden, sobald sich jemand in ein Fahrzeug setzt. Das kann bei dem zu erwartenden Besucherandrang kein Aussteller gewährleisten“, heißt es in der Erklärung.

Die Organisatoren sehen auch die enorme Verantwortung der Aussteller. „Sollten sich auf der AAE nachweislich Besucher mit Sars-CoV-2 infizieren, wäre der Imageschaden für alle Beteiligten groß und die Folgen für die Zukunft der Ausstellung nicht absehbar.“ Die Konsequenz: „Aus all diesen Gründen haben wir uns gestern schweren Herzens gemeinsam dazu entschlossen, die Auto Ausstellung Erding in diesem Jahr abzusagen“, teilt die IG mit.

Neuer Termin im April passt besser - keine Kollision mit der neuen IAA in München

Doch kein Schaden, der nicht auch einen Nutzen hat. Denn ab heuer wäre der September ohnehin ein denkbar schlechter Zeitpunkt. Denn die IAA, eine der wichtigsten Autoschauen der Welt, zieht 2021 von Frankfurt nach München. Mit der wolle man „keinesfalls kollidieren und schon gar nicht konkurrieren“. Aus deswegen habe man sich für den Frühling entschieden, „um so das Autojahr zu eröffnen“. Als Termin sind der 23. und 24. April anvisiert, die Stadt muss das aber erst noch final absegnen. „Hoffen wir, dass wir mit einem blauen Auge und gestärkt aus der Pandemie gehen“, erklärt Rupertus. ham

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